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Nach Ansicht von Oberbürgermeister Frank Schneider könnte die Fußgängerzone in Mühlacker eine etwas höhere Besucherfrequenz vertragen.
Nach Ansicht von Oberbürgermeister Frank Schneider könnte die Fußgängerzone in Mühlacker eine etwas höhere Besucherfrequenz vertragen. © PZ-Archiv
16.06.2010

Schneider sieht Handlungsbedarf in Fußgängerzone

MÜHLACKER. Beim Bummeln mit Oberbürgermeister Frank Schneider wirkt die Fußgängerzone von Mühlacker eher beschaulich. Es sind längst nicht so viele Einkaufslustige am Bummeln, wie es sich das Stadtoberhaupt wünschen würde. Ein großes Problem für die Attraktivität der Stadt, sagt Schneider zu Mühlacker-news.

"Mit der Fußgängerzone in Mühlacker können wir im Moment nicht arg zufrieden sein. Sie ist wenig belebt", erklärt Schneider. "Keine Frage, sie ist auch schön gemacht. Aber die Fußgängerzone hängt mit dem Thema Mühlehof zusammen.”

Der als Magnet für die Einkaufsstadt gedachte Mühlehof steht seit längerem so gut wie leer. Es gibt noch immer keinen konkreten Plan, ob, wie und wann das Einkaufszentrum wiederbelebt wird. Die Stadtverwaltung und die übrigen Geschäfte versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. "Wir haben jetzt entschieden, zusammen mit dem Gewerbeverein einen Citymanager anzustellen, ähnlich wie in Nagold", sagt Sxchneider und hofft, dass dieser hauptamtlich für eine Attraktivitätssteigerung sorgt.

Die bestehenden Einkaufsmöglichkeiten seien trotz kriselndem Mühlehof nicht schlecht, meint der OB. Und die Geschäftsleute sind nach seiner Beobachtung sehr engagiert. Regelmäßig organisieren sie Veranstaltungen und Feste, um dem Flair zusätzliche Impulse zu geben. Schneider: "Wir haben ein breites Angebot mit Kaufhaus in unserer Stadt." Das sei selten für eine Stadt in der Größe von Mühlacker. Das Angebot insgesamt könne aber noch abgerundet werden.

Was in Mühlacker boome, seien die Wettbüros. Schneider sieht es mit Sorge: "Wir wollen die Zahl der Wettbüros eindämmen, das ist tatsächlich ein Problem." Im Moment werde versucht, die Anzahl zu halten, damit es nicht noch mehr werden.

Aber als Stadt Einfluss zu nehmen auf den Ladenmix, das sei, so der OB, nicht immer leicht. Schwierig gestalte es sich für die Stadtplaner auch, das Einkaufen entlang der lang gezogenen Bahnhofstraße zu konzentrieren. An der Straße gebe es viele Häuser, die für Einkaufsmöglichkeiten oder ein gastronomisches Angebot noch nicht erschlossen seien. Das reiße optische Lücken in den Ladenmix. Hier soll der Citymanager nun tätig werden und weitere Hauseigentümer für neue Investitionen hinzugewinnen. Die Infrastruktur jedenfalls biete durchaus Raum für größere Besucherströme, sagt Schneider. Parkmöglichkeiten gebe es reichlich in der Stadt.