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Mit Spannring und Leerrohr geht es in Wiernsheim in den Abwasserkanal. Ein Bild  von den Arbeiten in der Wiernsheimer Schützstraße machten sich Jürgen Herrmann  (NeckarCom), Markus Motschenbacher, Karlheinz Oehler, Harry Aichele  (Fastopticom) und Wolfgang Hanisch (von links).
Mit Spannring und Leerrohr geht es in Wiernsheim in den Abwasserkanal. Ein Bild von den Arbeiten in der Wiernsheimer Schützstraße machten sich Jürgen Herrmann (NeckarCom), Markus Motschenbacher, Karlheinz Oehler, Harry Aichele (Fastopticom) und Wolfgang Hanisch (von links). © Schmid
29.06.2011

Schnelles Internet bald aus der Unterwelt

Auf die „Erfolgsstory“ für die Gemeinde Wiernsheim ist Bürgermeister Karlheinz Oehler stolz. Geht es um die technischen Ausführungen in Sachen Breitbandausbau gibt der Schultes allerdings zügig an Hauptamtsleiter Markus Motschenbacher und den ehrenamtlichen Breitbandbeauftragten und Ex-Gemeinderat Wolfgang Hanisch weiter.

Die beiden waren in den vergangenen Jahren nicht untätig. Nach der anfänglichen Lösung per Funk war klar geworden, dass die Wiernsheimer sich das schnelle Netz auf lange Sicht kabelgebunden wünschen. Ebenso wurde deutlich, dass aus wirtschaftlichen Gründen keiner der möglichen Netzbetreiber die Wiernsheimer auf die Datenautobahn bringen würde. Also machte der Gemeinderat den Weg für den Bau eines kommunalen Glasfasernetzes frei. Bereits 2010 wurden in einem ersten Schritt die beiden Gewerbegebiete Pinache und Wiernsheim verbunden. Ab Ende Juli könnten die ersten Kunden am Netz sein, so Jürgen Herrmann, Geschäftsführer der EnBW -Tochter NeckarCom Telekommunikation, die den Zuschlag für den Betrieb des Netzes im März erhielt.

Um das schnelle Internet auch zu den Bürgern zu bringen werden derzeit im Rahmen eines vom Bund geförderten Projekts Glasfasern im Abwasserkanal verlegt. Der Bund übernimmt 90 Prozent der auf 500 000 Euro bezifferten Kosten (die PZ berichtete). Wie das Verlegen der Glasfaser vonstatten geht erklärte Harry Aichele, Geschäftsführer der Firma Fastopticom am Mittwoch am offenen Kanaldeckel in der Wiernsheimer Schützstraße. Das Glasfasernetz läuft bis an die Verteilerkästen in den Orten. Die sogenannte letzte Meile bis in die Häuser geht über Kupferkabel. Wobei auch da nicht Schluss sein soll, wie Hauptamtsleiter Motschenbacher betonte. Stück für Stück solle das Glasfasernetz in den kommenden Jahren bis in die Häuser ausgebaut werden. Wer das Netz betreibt, das den Bürgern ab dem kommenden Frühjahr zur Verfügung stehen soll, ist noch offen. nad