Kopie (2) von machete
Am Freitagmorgen ist ein Mann mit einer Machete in einer Tankstelle in Vaihingen aufgetaucht. 

Schock-Moment: Mann randaliert mit Schwert in Vaihinger Tankstelle

Vaihingen an der Enz. Es klingt wie in einem Horrorfilm, was ein aufgebrachter PZ-Leser der Redaktion am Freitagmorgen berichtet: Ein Mann sei mit einem Schwert in einer Tankstelle in Vaihingen aufgetaucht und habe damit auf das Mobiliar eingeschlagen.

Ein Schock-Moment – besonders für die Betreiberin der Tankstelle, die sich aus Angst eingeschlossen habe. So erzählt es der PZ-Leser am Telefon.

Tatsächlich: Auf Nachfrage von PZ-news bestätigte ein Pressesprecher des Polizeipräsidiums Ludwigsburg den Vorfall. Laut Polizei tauchte der 31-jährige „angetrunkene und stark verwirrte“ Mann gegen 9.15 Uhr am Freitag vor der Tankstelle an der B 10 auf. Und die Geschichte wird noch skurriler: Der Mann fuhr mit seinem Auto auf den Vorplatz der Tankstelle und stieg aus – zunächst jedoch nicht mit einem Schwert, sondern mit einer Gitarre in der Hand. Damit habe er vor dem Gebäude gespielt und zudem Kunden der Tankstelle aggressiv belästigt.

Kurze Zeit später tauschte er das Musikinstrument dann gegen ein Samurai-Schwert, das er in einem Schaft umgehängt hatte, so berichtet es der Polizeisprecher. Damit betrat er die Tankstelle, zog es unvermittelt und schlug damit auf eine mannshohe Reklametafel ein. Die Papptafel wurde durch die scharfe Klinge durchtrennt. Bedroht habe er laut Polizei niemanden. Welche Panik, welches Entsetzen der Mann mit seinem Auftritt aber verbreitet hat, ist nur schwer vorstellbar.

Eine Tankstellenmitarbeiterin forderte den Mann auf, das Schwert hinzulegen. Der 31-Jährige kam dem nach und verließ den Verkaufsraum. Der Mann stieg wieder in sein Auto und flüchtete  stadteinwärts. Die alarmierten Polizisten stoppten den Mann im Rahmen einer Fahndung auf der Stuttgarter Straße und nahmen ihn fest. Er wurde laut Polizei in eine psychiatrische Einrichtung gebracht.

Trotz mehrfacher Nachfrage beim zuständigen Polizeipräsidium Ludwigsburg wurde über die Nationalität des Täters keine Angabe gemacht.