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Dass Starkregen wie im Juni 2016 noch einmal die Kanalisation in Ölbronn zur Kapitulation zwingt, soll mittels Schutzmaßnahmen verhindert werden. Foto: PZ-Archiv
Dass Starkregen wie im Juni 2016 noch einmal die Kanalisation in Ölbronn zur Kapitulation zwingt, soll mittels Schutzmaßnahmen verhindert werden. Foto: PZ-Archiv
16.04.2018

Schritt für Schritt zu besserem Hochwasserschutz in Ölbronn-Dürrn

Ölbronn-Dürrn. Nach dem verheerenden Starkregen im Juni 2016 sitzt bei vielen Bürgern in Ölbronn-Dürrn die Furcht vor einer Wiederholung eines Hochwasserereignisses tief. Vollgelaufene Keller und Wohnräume, überflutete Straßen und zahlreiche Schäden haben die Menschen hinsichtlich besserer Schutzmaßnahmen sensibilisiert – doch die Umsetzung lässt auf sich warten.

Die Gründe für das schleppende Vorankommen sind vielschichtig. Zum einen zwingt die finanzielle Situation die Gemeinde dazu, Schritt für Schritt vorzugehen. Noch immer ist unklar, wie hoch letztlich die Fördergelder sein werden, die seitens des Landes nach Ölbronn-Dürrn fließen werden – und ob überhaupt Maßnahmen gefördert werden oder ob die Kommune im schlechtesten Fall auf den Kosten sitzenbleibt.

Von diesem Szenario geht derzeit zwar niemand aus, aber die Debatten in anderen Kommunen wie beispielsweise Mühlacker zeigen, dass Städte und Gemeinden vor allem dann, wenn sie Maßnahmen schnell umsetzen wollen, wohl vor allem mit eigenem Geld hantieren müssen. Und auch in Ölbronn-Dürrn ist dies nun vorgesehen: In der Sitzung am Donnerstag ab 18.30 Uhr im Rathaus in Ölbronn wird der Gemeinderat nun darüber entscheiden, ob der Hochwasserschutz im Bereich des „Bahnhöfle“ ohne Fördergelder fertiggestellt werden soll. Die Kosten belaufen sich auf ungefähr 250.000 Euro.

Dennoch: Insgesamt müssen an mehr als zehn Stellen umfangreiche Eingriffe in die Landschaft oder in bestehende Schutzvorrichtungen vorgenommen werden. Aus diesem Grund sollen die Gemeinderäte am Donnerstag ebenfalls grünes Licht geben, um einen entsprechenden Förderantrag auf den Weg zu bringen.