nach oben
Den ökologischen Fußabdruck erklärt Björn Wiele (Zweiter von links) Schülern in Mühlacker.
Den ökologischen Fußabdruck erklärt Björn Wiele (Zweiter von links) Schülern in Mühlacker. © Schmid
23.03.2011

Schüler informieren sich über nachhaltige Lebensart

MÜHLACKER. 300 Jeans muss eine chinesische Näherin pro Tag bearbeiten und in Brasilien zerstört der Anbau von billigem Viehfutter Regenwald. Die Fläche, die notwendig ist, um den Lebensstil eines Menschen zu ermöglichen, messen die Macher des Bildungsprojekts „Fair Future - gerechte Zukunft“ in ökologischen Fußabdrücken. Das zeigten sie den Schülern der Kerschensteinerschule in Mühlacker.

Begründer des Konzepts „Fair Future - gerechte Zukunft“ ist Mathis Wackernagel. Der ökologische Fußabdruck setzt sich aus Mobilität, Wohnen, Konsum und Ernährung zusammen. Geht man von 6,8 Milliarden Menschen aus, die auf der Erde leben, hätte jeder Mensch eine nutzbare Fläche von 1,4 Hektar, um sich zu versorgen. Theoretisch. Die Menschen in Europa leben aber auf großem Fuß. Ihr ökologischer Fußabdruck misst nicht 1,4 sondern 4,2 Hektar. „Was wir mehr beanspruchen, fehlt jemand anderem“, so ein Fazit der Multimediapräsentation, die in Kooperation mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie, der Entwicklungshilfeorganisation Oxfam Deutschland und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) entwickelt worden ist.

Mit diesem an der Kerschensteinerschule zum ersten Mal vorgeführten Bildungsprojekt wolle man den Schülern Denkanstöße geben, sagt Organisator und Lehrer Ruven Urban. Über die Hälfte der rund 600 Kerschensteinerschüler haben zugeschaut und über die Folgen und Wege aus der von Klimawandel und Ressourcenrabbau gezeichneten Welt diskutiert. nad