nach oben
21.12.2016

Schüler schlüpfen bei Planspiel in Rollen von Asylbewerbern

Enzkreis. Die Sorgen und Nöte, die jemanden dazu antreiben, alles hinter sich zu lassen, können Geflüchtete selbst am besten verstehen. Außenstehende können dies nur erahnen. Sich jedoch einmal in einen asylsuchenden Menschen hineinzuversetzen, dies haben 48 Schüler aus der Verbandsschule im Biet (Neuhausen) und der Heckengäuschule (Wiernsheim) bei einem Planspiel im Landratsamt Enzkreis versucht.

Das Experiment unter dem Motto „unGewollt – Geflüchtet nach Deutschland“ wurde unter der Regie des Jugendamtes Enzkreis in Kooperation mit dem Medienzentrum, der Landeszentrale für politische Bildung, dem Jugendring Enzkreis und den Gemeinden Illingen, Mühlacker, Neulingen, Niefern-Öschelbronn und Wiernsheim durchgeführt. Zunächst erhielten die Jugendlichen eine Einführung in die Hintergründe für eine Flucht. Anschließend durften sie in verschiedene Rollen schlüpfen, beispielsweise in die eines Asylsuchenden oder in die eines Rathausmitarbeiters. Ziel war es, sich spielerisch mit den Bedürfnissen des anderen auseinanderzusetzen und dadurch den Unterstützungsbedarf und die Hürden auf beiden Seiten zu erkennen.„Dem Vorbereitungsteam war von Anfang an bewusst, dass ein Planspiel in dieser Größenordnung eine Herausforderung sein wird“, erklärt Jugendamtsleiter Wolfgang Schwaab. Doch der Aufwand habe sich gelohnt, es wurde viel diskutiert, reflektiert und nach Lösungen für alle

Beteiligten gesucht.