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Kein Streit ohne Schlichter: Clemens Eberhardt ist als Schulsozialarbeiter an der Dr.-Johannes-Faust-Schule in Knittlingen im Einsatz
Clemens Eberhardt © Lutz
25.11.2010

Schulsozialarbeiter sind gefragte Friedensstifter

ENZKREIS/KNITTLINGEN. Schulsozialarbeiter sind längst nicht mehr nur an Brennpunktschulen im Einsatz. Der Enzkreis passt seine Fördergrundlagen an. Die Dr. Johannes-Faust-Schule Knittlingen profitiert schon davon.

Mobbing auf dem Schulhof oder im Internet, Schläge oder Drohungen unter Kindern und Jugendlichen: Damit müssen alle Schulen umgehen. Die Dr. Johannes-Faust-Schule ist die fünfte im östlichen Enzkreis, die der Enzkreis bei der Schulsozialarbeit fördert. In Mühlacker ist in der Schillerschule und der Uhlandschule Pionierarbeit geleistet worden. Später folgten in Mühlacker die Ulrich-von-Dürrmenz-Schule und die Mörike-Realschule. Weitere Stellen gibt es in Neuenbürg, Straubenhardt und Niefern. Andere Kommunen finanzieren sozialpädagogisches Personal voll selbst.

„Wir glauben nicht, dass Schulsozialarbeiter flächendeckend gebraucht werden“, sagt Roland Hübner, der Bildungsdezernent des Enkreises. Aber die frühere Ausrichtung an besonderen sozialen Brennpunkten hat der Enzkreis überdacht. Dass früher auch öffentlich bei Förderanträgen über Quoten von Kindern Alleinerziehender oder von Migrantenquoten und dem Anteil von Schülern aus Familien, die Hilfen zur Erziehung benötigen gesprochen wurde, so Hübner, sei von Kreisräten immer wieder kritisiert worden. Weil es Schulen womöglich in ein schlechtes Licht rücken könnte. hei