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Denise Roth (von links), Leiterin des Faustmuseums und Faustarchivs in Knittlingen, die eine Kopie der „Sator-Arepo“-Formel aus dem Faustgeburtshaus in Händen hält, Wildkräuterexpertin Sigrid Common, Ulrich Klotz, Vorstandsvorsitzender des Bürgervereins Schmie mit einem „Bauopfer“, Volkskundler Frank Dähling, der ein Beil mit Pentagramm zeigt, und der Maulbronner Stadtarchivar Martin Ehlers arbeiten an der neuen Ausstellung in der Steinhauerstube mit dem Titel „Alltagsmagie“. Fotos: Hepfer
Denise Roth (von links), Leiterin des Faustmuseums und Faustarchivs in Knittlingen, die eine Kopie der „Sator-Arepo“-Formel aus dem Faustgeburtshaus in Händen hält, Wildkräuterexpertin Sigrid Common, Ulrich Klotz, Vorstandsvorsitzender des Bürgervereins Schmie mit einem „Bauopfer“, Volkskundler Frank Dähling, der ein Beil mit Pentagramm zeigt, und der Maulbronner Stadtarchivar Martin Ehlers arbeiten an der neuen Ausstellung in der Steinhauerstube mit dem Titel „Alltagsmagie“. Fotos: Hepfer
Zu früheren Zeiten wurden solche mumifizierten Katzen als sogenannte „Bauopfer“ in Gebäuden platziert, um dadurch eine Schutzfunktion zu gewährleisten.
Zu früheren Zeiten wurden solche mumifizierten Katzen als sogenannte „Bauopfer“ in Gebäuden platziert, um dadurch eine Schutzfunktion zu gewährleisten.
10.07.2019

Schutzzauber gegen schlechte Einflüsse – Ausstellung mit „Alltagsmagie“ in Maulbronn-Schmie

Maulbronn. Schon die Wilderer-Ausstellung 2018 war in der Steinhauerstube, dem Dorfmuseum in Schmie, ein Erfolg. Nun ist für das kommende erneut eine Schau zu einem ausgefallenen Thema geplant. Diesmal steht die Ausstellung unter dem Motto „Alltagsmagie – Riten, Schutzzauber und Bauopfer“.

Dafür suchen die Organisatoren um den Maulbronner Stadtarchivar Martin Ehlers und Ulrich Klotz, den Vorstandsvorsitzenden des Bürgervereins Schmie, auch noch Ausstellungsstücke aus der Region und rufen deshalb die hiesigen Bürger zur tatkräftigen Unterstützung des Projekts auf. „Im Kern der Ausstellung geht es um ein magisches Weltbild, das die Menschen mitunter bis heute begleitet“, betont Martin Ehlers und erinnert unter anderem an die Epoche der Romantik, „in der sich das Irrationale, Übernatürliche, Unterbewusste, Märchenhafte und Schaurige einer vernunftbestimmten Weltanschauung entgegengestellt hat.“ Vor allem in der ländlich-bäuerlichen Gesellschaft fänden sich noch traditionelle Lebensweisen und ein Weltbild, so Ehlers, in dem der Glaube an Geister, Hexen, Dämonen und Teufel fest verankert sei. Dagegen habe man sich mit „Volksmagie“, bestimmten Riten, Schutzzauber aber auch christlichen Symbolen schützen wollen. Bis in die Gegenwart fänden sich im Alltag noch Redewendungen, Gegenstände oder Praktiken, um schlechte Einflüsse abzuwehren. Mehr lesen Sie am Donnerstag, 11. Juli, in der „Pforzheimer Zeitung - Ausgabe Mühlacker“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.