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Bettina Montag, Martin Ehlers und Luise Lüttmann (von links) engagieren sich bereits seit Jahren in der Regionalgruppe Stromberg-Mittlere Enz des Schwäbischen Heimatbunds. Foto: Lutz
Bettina Montag, Martin Ehlers und Luise Lüttmann (von links) engagieren sich bereits seit Jahren in der Regionalgruppe Stromberg-Mittlere Enz des Schwäbischen Heimatbunds. Foto: Lutz
07.09.2018

Schwäbischer Heimatbund hofft auf zahlreiche neue Mitstreiter

Maulbronn. Es ist ein Widerspruch: Regionalität, Heimatverbundenheit und die Auseinandersetzung mit der Historie vor Ort liegen immer mehr im Trend – doch Organisationen wie der Schwäbische Heimatbund, die sich mit all diesen Dingen beschäftigen, überaltern zusehends.

Mit seinen 49 Jahren ist Maulbronns Stadtarchivar Martin Ehlers regelrecht ein junger Hüpfer in der Regionalgruppe Stromberg-Mittlere Enz. Seit gut einem Jahr leitet er die Gruppe gemeinsam mit Luise Lüttmann – und hat sich auf die Fahnen geschrieben, den Heimatbund auch für jüngere Menschen attraktiv zu machen. „Unser Angebot ist derart breit gefächert, dass es wirklich für jeden etwas bietet“, erklärt Ehlers beim gemeinsamen Pressegespräch mit seinen Mitstreiterinnen Lüttmann sowie Bettina Montag. Wer lieber Bäume schneidet als Vorträgen über Baugeschichte zu lauschen ist ebenso willkommen wie ein Mitglied, das sich mehr für Kirchen als für Floßholz interessiert.

Die Beschäftigung mit Letzterem jedoch bildet derzeit einen wichtigen Teil der Arbeit des Heimatbunds – das vor einigen Jahren diesbezüglich initiierte Forschungsprojekt steht kurz vor dem Abschluss und soll bald der Öffentlichkeit präsentiert werden. Was viele nicht wissen: Zahlreiche alte Häuser in der Region und auch ortsbildprägende Gebäude wie Kirchen sind häufig mit Floßholz errichtet worden, das wagemutige Flößer aus den Höhen des Schwarzwalds bis in die hiesigen Gefilde transportierten.

Generell lohne sich ein genauerer Blick in die Ortskerne der Region und die umgebende Kulturlandschaft, wie Lüttmann, Montag und Ehlers betonen. Eine vergleichbare Dichte an historischen Kleinoden wie in der Region (beispielsweise in Schmie oder Schützingen) fände sich landesweit wohl kein zweites Mal, ist das Trio überzeugt.

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