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Gabriela Heusel (von links), Abu Hafs Omar Alsabouni und Eleni Saridis (rechts) im Gespräch mit PZ-Redakteurin Miriam Schrader.
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Die beiden Auszubildenden Abu Hafs Omar Alsabouni und Eleni Saridis helfen der 96-jährigen Bewohnerin Elfie Thiel in den Stuhl. Der Austausch zwischen Jung und Alt tut nicht nur den Senioren gut. Fotos: Schrader/Hepfer

Schwierige Suche nach engagierten Pflegekräften in Mühlacker

Mühlacker. Es ist ein Beruf, den nicht jeder kann. Einer, der Ausdauer fordert, Geduld und Verständnis. Und einer, der trotz hoher Verantwortung nicht sonderlich gut bezahlt ist. Es gibt daher nicht viele junge Menschen, die sich für den Pflegeberuf begeistern können.

„Die Suche wird immer schwieriger“, bestätigt Gabriela Heusel, Pflegedienstleiterin im Seniorenzentrum „St. Franziskus“ in Mühlacker. Bewirbt sich ein junger Mensch bei ihr um eine Ausbildung als Altenpfleger, empfiehlt sie ihm zunächst, ein Freiwilliges Soziales Jahr oder zumindest ein Praktikum zu absolvieren, um einen Einblick zu bekommen. Denn viele brechen wieder ab. Auch weil es für viele Bewerber ein Notnagel ist. Sie finden keine andere Stelle und erhoffen sich dann, im Pflegeberuf unterzukommen. „Doch der ist nicht jedermanns Sache“, sagt Heusel.

Die 58-Jährige ist erfahrene Altenpflegerin und hat schon in verschiedenen Heimen gearbeitet. Auch schwarze Schafe habe sie erlebt, in München und Ludwigsburg einige Skandale mitbekommen. „Es besteht ein Qualitätsunterschied zwischen großen Trägern wie zum Beispiel der Caritas und kleineren privat geführten Heimen.“ Bei Letzteren gehe es vor allem ums Geld, gespart wird am Personal. Der Bewohner sei zwar das höchste Gut, aber man dürfe die Angestellten nicht vergessen. „Geht es den Mitarbeitern gut, geht es auch den Bewohnern gut“, ist sie sicher.

Neben den wenigen schwarzen Schafen gebe es aber viele Heime, in denen alles einwandfrei läuft, sagt sie. „Wir haben ein Kontrollsystem, das wichtig ist – und auch gut funktioniert.“ Es ärgert sie, dass die Medien nur wenig über die besseren Häuser berichten. „Die alten Menschen sehen die Skandalberichte im Fernsehen und kriegen natürlich Angst.“

Mehr lesen Sie am Samstag, 16. Februar 2019, in der „Pforzheimer Zeitung (Ausgabe Mühlacker)“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.