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Geht doch: Unsere Mitarbeiterin Britta Bischoff-Krappel demonstriert, dass ein Seifenstück in der Austernschale auch optisch durchaus eine Alternative zur Cremeseife in der Plastikflasche sein kann. Foto: Privat

Selbstversuch zur Plastikvermeidung: Das hilft gegen Verpackungsmüll

Mühlacker-Großglattbach. Bei den Erdbeeren wird es schwierig: Während an anderen Stellen die Umsetzung unseres Projekts „Wir reduzieren unseren Plastikmüll“ schon ganz gut läuft, hapert es anderweitig noch ziemlich – zum Beispiel beim Erwerb von Erdbeeren.

Gelingt es uns beim klassischen Gemüse- und Obsteinkauf mittlerweile recht gut, mithilfe unserer Wäschenetze auf Plastikverpackungen zu verzichten, ist dies bei Erdbeeren oder Pilzen kaum umsetzbar: Wie sollen wir diese empfindliche, leicht quetschbare Ware im Wäschenetz nachhause transportieren? Zähneknirschend wird daher das Papierkörbchen mit den roten Früchten in eine Plastiktüte gepackt und so kippsicher in die heimische Küche gebracht.

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Als Problem bei der Umsetzung des plastikfreien Einkaufs erweist sich häufig auch unsere familieninterne Vergesslichkeit: Beim Nachhauseweg von der Arbeit fällt uns ein, dass wir für das Abendessen noch Brot und Zwiebeln brauchen? Schade nur, dass die Wäschenetze und unsere Brot-Stofftasche daheim an der Garderobe hängen. Also wird das Brot doch wieder in eine Papiertüte gepackt und die Zwiebeln werden im Plastiknetz gekauft. Solche umweltschädlichen Versäumnisse ärgern mich mittlerweile richtig, denn eigentlich ist es bei entsprechender Planung einfach, auf Verpackungsmüll zu verzichten. Mein Mann etwa, der bei uns im Allgemeinen den Gang zum Metzger erledigt, kann durchaus Positives vermelden: Völlig unproblematisch wird dort unsere hauseigene Plastikdose mit Fleisch und Wurst gefüllt. Gemäß der Hygieneverordnung darf unser Behälter lediglich nicht in den Hygienebereich hinter der Theke kommen. Dies lässt sich leicht vermeiden, wenn er auf einen Teller oder ein Tablett des jeweiligen Ladens gestellt wird. Doch auch hier gilt: So richtig verinnerlicht haben wir den verpackungsfreien Einkauf offenbar noch nicht. Erst kürzlich haben wir uns unterwegs spontan entschieden, am Abend im Garten zu grillen. Das Problem an der Sache: Die eigenen Wurstbehälter lagen zuhause, und so kamen wir zwar mit Grillfleisch, aber auch mit Verpackungsmüll nach Hause. Langfristig müssen wir daher unsere Einkaufsorganisation noch weiter optimieren.

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