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Anschaulich verdeutlichte Trainer Manuel De Vita am Senderstädter Theodor-Heuss-Gymnasium den Teilnehmern des Projekts „Starke Jungen“, dass Selbstverteidigung im Kopf beginnt. Foto: Bischoff-Krappel
Anschaulich verdeutlichte Trainer Manuel De Vita am Senderstädter Theodor-Heuss-Gymnasium den Teilnehmern des Projekts „Starke Jungen“, dass Selbstverteidigung im Kopf beginnt. Foto: Bischoff-Krappel
21.11.2017

Selbstverteidigung für Schüler: „Die beste Waffe ist das Gehirn“

Mühlacker. Schüler in Mühlacker lernen die Kunst der Selbstverteidigung. Klar ist aber: Das Körperliche sei nur für Notsituationen gedacht.

Ganz ohne blaue Flecken kam wohl keiner der Jungs davon, die am Selbstbehauptungsprojekt „Starke Jungen“ am Theodor-Heuss-Gymnasium Mühlacker (THG) teilgenommen haben. Denn in dem dreitägigen Workshop ging es bereits beim ersten Termin mächtig zur Sache: „Wenn Euch jemand attackiert, müsst Ihr ruckzuck von 0 auf 100 sein“, appellierte Trainer Manuel De Vita an die fünfzehn Sechstklässler, die sich zum Projekt angemeldet hatten. „Was ihr in so einer Situation nicht habt, ist Zeit. Ihr müsst schnell und entschlossen reagieren.“

Selbstredend, dass De Vita auch praktische Tipps zur Hand hatte: In Partnerübungen lernten die Jungs, wie man sich mit einem Rückwärtsschritt, bei Bedarf auch einem Tritt ans Schienbein und einer raschen Drehbewegung aus der Umklammerung eines Gegners löst. „Es gibt beim Angreifer, der euren Arm festhält, immer eine Lücke zwischen dem Daumen und dem Zeigefinger. In diese Richtung müsst ihr euch dem Angriff entziehen“, erläuterte der Trainer, der im Tavido-Zentrum Eutingen als Kampfsportlehrer tätig ist.

Trotz aller konkreten Verteidigungsübungen sollte der Selbstbehauptungskurs den Jungen vor allem eines vermitteln: Bevor man sich mit Gewalt zur Wehr setzt, sollte man gefährliche Situationen entweder gezielt vermeiden oder zunächst mit Worten versuchen, die Situation zu entschärfen. „Euer Gehirn ist Eure beste Waffe“, verdeutlichte Manuel De Vita in der Gruppenrunde. „Das Körperliche ist absoluten Notsituationen vorbehalten.“

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