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Bernd Helwig war im April 2016 einer jener Fachmänner, die sich die Halteseile am Sender in Mühlacker genau angeschaut und deren Zustand überprüft haben. PZ-Archiv
Bernd Helwig war im April 2016 einer jener Fachmänner, die sich die Halteseile am Sender in Mühlacker genau angeschaut und deren Zustand überprüft haben. PZ-Archiv
23.02.2017

Sender-Streit in Mühlacker endet wohl vor Gericht

Mühlacker. Auf langjährige juristische Auseinandersetzungen macht sich Sender-Retter Frank-Ulrich Seemann gefasst. Der Vorsitzende des Fördervereins, der sich für einen Erhalt des Mühlacker Wahrzeichens starkmacht, geht derzeit davon aus, dass der zeitweilig massiv vom Abriss bedrohte Sender so mindestens noch mehrere Jahre stehenbleiben wird.

Was Seemann so optimistisch macht, ist der momentane Stand des Verfahrens. Denn noch immer gibt es keine endgültige Entscheidung über die Zukunft des Bauwerks, dem die Stadt Mühlacker ihren Spitznamen „Senderstadt“ verdankt. Wie berichtet, hat der SWR bereits vor etlichen Monaten einen Antrag auf Abriss der Antenne gestellt – dieser liegt nach PZ-Informationen noch immer in Mühlacker und wird anwaltlich geprüft. Und auch der Widerspruch des SWR, der als Inhaber der im Unterhalt teuren Anlage den Masten gerne abreißen würde, hinsichtlich der Einstufung der ehemaligen Antenne als technisches Kulturdenkmal ist ebenfalls noch nicht abschließend bearbeitet worden – dieser liegt beim Regierungspräsidium in Karlsruhe.

Was mittlerweile die Spatzen von den Dächern pfeifen: Letztlich wird ein Gericht über die Zukunft des Senders entscheiden müssen. Denn es gilt als ausgemacht, dass der SWR eine ihm unliebsame Behördenentscheidung ebenso anfechten wird wie die Stadt Mühlacker, die den Sender gerne behalten würde.

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