nach oben
Domenico Vitale ist nicht mehr Spielertrainer, sondern wie früher nur Spieler. Foto: PZ-Archiv
Domenico Vitale ist nicht mehr Spielertrainer, sondern wie früher nur Spieler. Foto: PZ-Archiv
12.07.2018

Spieler statt Trainer: Domenico Vitale nimmt Abschied vom TSV Wiernsheim

Wiernsheim/Mühlacker/Illingen. Nicht immer folgt einem Trainer-Job der nächste. So hat sich Domenico Vitale beim TSV Wiernsheim verabschiedet, um beim SV Illingen einfach Spieler zu sein. Vitale ist nicht der Erste, der diesen ungewöhnlichen Weg einschlägt.

„Ich habe mich nicht mehr für diesen Trainerjob stark genug gefühlt und daraus die Konsequenz gezogen“, teilte Vitale der „Pforzheimer Zeitung“ mit. Als Wiernsheimer Spielertrainer hatte er mit gewaltigen personellen Problemen zu kämpfen. Entsprechend heftig fielen teilweise die Ergebnisse aus. Immer wieder wurde deutlich, dass Vitale einerseits am Verein hängt, aber andererseits nicht wie bisher weitermachen wollte.

Neuer Trainer des Team aus der Fußball Kreisliga B 7 Enz/Murr ist Serkan Ibar. Dem Vernehmen nach bringt er als bisheriger Jugendtrainer beim 1. CfR Pforzheim den einen oder anderen Kicker mit. Einen bisherigen Leistungsträger könnte Vitale jedoch in der Kreisliga A 3 wiedersehen: Kevin Schellin, ursprünglich ein erfolgreicher Nachwuchsringer soll künftig das Trikot des TSV Phönix Lomersheim tragen. Phönix ist der große Rivale von Illingen, dem künftigen Club von Defensivspieler Vitale.

Mit Anfang 30 ist er noch nicht einmal besonders alt. Bei anderen, die nach ersten Erfahrungen als Trainer im aktiven Bereich zum reinen Spielerstatus zurückkehrten, lag der Fall ähnlich.

Vor zehn Jahren ging Güngör Topal als Spielertrainer zum TSV Großglattbach. Diese Kombination passte nicht nur gut, sondern zunächst sogar überraschend gut, auch wenn das TSV-Team in der Relegation gegen den VfR Sersheim im Elfmeterschießen den Traum von der Rückkehr in die A-Liga begraben musste. Als Topal 2010 beim TSV aufhörte, ging der frühere Leistungsträger unter anderem des FC Anadolu als Spieler zum FV Lienzingen.

Der Illinger Martin Maier war nach seiner ersten Rückkehr zu Phönix ab 2011 die rechte Hand des damals neuen Trainers Eberhard Carl. 2015 wurde Maier bei Phönix nach der Trennung von Jochen Heim vom Spieler zum Interimstrainer. Danach wiederum ging es für Maier als Teilzeitspieler zurück zum Heimatverein nach Illingen.

Mehr lesen Sie am Freitag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.