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Keine Punkte gab es am Samstag für die Spieler der Sportfreunde Mühlacker. Foto: Bächle
Keine Punkte gab es am Samstag für die Spieler der Sportfreunde Mühlacker. Foto: Bächle
05.11.2017

Sportfreunde Mühlacker nach Lokalderby gegen 08 Mühlacker am Boden

Mühlacker. Einen knappen Sieg beim Lokalderby konnten am Samstagabend die Kicker der Fußballvereinigung 08 Mühlacker feiern. Wie schon im Frühjahr schlugen sie die Sportfreunde Mühlacker im Letten mit 2:1. Gemessen an den vergangenen Spielen zeigte man sich vor dem Duell mit dem alten Rivalen aufseiten von 08 Mühlacker durchaus kleinlaut. „Mit einem Unentschieden wären wir schon zufrieden, vor ein paar Wochen hätte das vielleicht noch anders ausgesehen“, sagte Sergio de Sousa vom 08-Vorstand.

Keine einfache Partie

Dass es keine einfache Partie werden sollte, zeigte sich früh. Trotz spielanteilsmäßiger Überlegenheit der Gäste gelang es ihnen nicht, den Vorteil in Zählbares umzumünzen. Auf der Gegenseite hingegen zeigten sich die Sportfreunde in Gestalt von Philipp Fischer eiskalt. Nach einer Flanke von der rechten Seite schob er den Ball zum 1:0 (17.) ins Tor. Mit dem Stand von 1:0 für die Gastgeber ging es in die Pause. Mit dem Wiederanpfiff begann jedoch für die Sportfreunde das Unheil. Bei einer langen Flanke auf die linke Seite sah Sportfreunde-Keeper Mario Lanzara unglücklich aus, als Nikolaos Machairoudis mit einem weiten Kopfball den Ball über ihn hinweg im Tor zum 1:1-Ausgleich (62.) unterbrachte.

Knapp zehn Minuten später wurde der Fvgg 08 Mühlacker dann ein Elfmeter zugesprochen, den Yusuf Koc zum 1:2 (71.) in die Maschen drosch. Sportfreunde-Trainer Sascha John sagte nach der Partie: „Aufgrund der zweiten Halbzeit haben wir verdient verloren. Uns hat in den entscheidenden Zweikämpfen einfach der Kampfgeist gefehlt.“ Sein Gegenüber Hüsnü Gür zeigte sich erfreut über wichtige drei Punkte, nachdem man am Mittwoch nicht über ein 0:0 beim FV Göbrichen hinausgekommen war.

Göbrichen ist übrigens der nächste Gegner der Sportfreunde. Die beiden Teams trennt lediglich ein Punkt.

Abseits des Feldes waren viele Kicker der regionalen Vereine anzutreffen, wie auch Fans der beiden Rivalen. Und noch heute ist unter einigen treuen Vereinsanhängern die Rivalität zwischen den Vereinen groß, doch auch die Hartgesottenen erkennen einen klaren Wandel. „Das war schon schlimmer. Vor 20 Jahren war da mehr“, erzählt Roland Stadler von den eigenen aktiven Zeiten als Spieler der Fußballvereinigung 08 Mühlacker. Heute ist er froh, dass das Stadtduell so ruhig verläuft.

Ein Beispiel gelungener Zusammenarbeit war zuletzt eine gemeinsame Aktion der Vorstände Sergio de Sousa und Jürgen Banz, bei der man den Platz der Sportfreunde vom Laub befreite, um die neue Besprühungsanlage für die Spielfeldmarkierungen vorzuführen.