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Wie lange der Sender noch stehen bleibt, ist ungewiss. Foto: Lutz/PZ-Archiv
Wie lange der Sender noch stehen bleibt, ist ungewiss. Foto: Lutz/PZ-Archiv
25.04.2018

Stadt Mühlacker sind im Senderstreit die Hände gebunden

Mühlacker. Bald könnte eintreten, was in Mühlacker viele befürchten: Das Regierungspräsidium stimmt dem Abriss des Senders zu – und die einstige Mittelwelle-Antenne fällt. In diesem Fall hätte die Stadt keine Möglichkeit, rechtliche Mittel einzulegen.

Nach Informationen der PZ sind der Stadt Mühlacker dann die Hände gebunden, da die Kommune nicht gegen die Entscheidung klagen dürfte. Anders sähe dies hingegen dann aus, wenn das Regierungspräsidium den Antrag des SWR auf Abriss ablehnt. Der Rundfunkanstalt stünde der Klageweg offen – dann müsste ein Gericht über die Zukunft des Mühlacker Wahrzeichens entscheiden.

Nach PZ-Informationen hofft man im Rathaus daher auf eine Ablehnung durch die zuständigen Experten im Regierungspräsidium. Dann nämlich würde der SWR den Sender entweder stehen lassen, was als unwahrscheinlich gilt. Oder aber tatsächlich den Gang vor Gericht anstreben, wodurch dem Sender zumindest eine weitere Gnadenfrist gewährt würde und final ein Gerichtsurteil über sein Schicksal entscheiden müsse. Dies, so die Hoffnung im Rathaus, würde bei der Bevölkerung auf mehr Verständnis stoßen als ein Beschluss einer Behörde.