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20.10.2016

Stadt rechtfertigt Gebührenerhöhung für Betreuung

Mühlacker. In Illingen und Mühlacker erhitzen steigende Betreuungsgebühren derzeit die Gemüter. In Illingen hatten sich Eltern in der jüngsten Gemeinderatssitzung zu Wort gemeldet, weil sie sich über die geplante Erhöhung der Gebühren bei der Kernzeitbetreuung in der Grundschule um 100 Prozent im kommenden Jahr aufregen.

In Mühlacker fühlt sich die Stadtverwaltung genötigt, die Gründe für die Gebührenerhöhung in den Kindergärten in einer Pressemitteilung noch einmal ausführlich zu erläutern, nachdem sie unter anderem in Leserbriefen kritisiert worden war.

Besonders hart trifft es Eltern in Mühlacker bei der Betreuung unter Dreijähriger. Ab dem 1. September 2017 wird darauf ein Gebührenzuschlag von 100 Prozent erhoben. Die Kleinkinder hätten einen höheren Zuwendungsbedarf und würden in Kindergärten jeweils zwei Plätze in Anspruch nehmen, argumentiert die Stadtverwaltung. Für jedes zweijährige Kind im Kindergarten müsse ein zweiter Platz leer bleiben. Allein in dieser Angelegenheit folgte der Gemeinderat auf dringenden Wunsch der Verwaltung mit seinem Beschluss zu den Kindergartengebühren den gemeinsamen Empfehlungen der kirchlichen und kommunalen Trägerverbände.

Bereits zum 1. Januar 2017 erhöht die Stadt Mühlacker die monatlichen Gebühren für Kindergartenplätze um durchschnittlich 3,63 Euro. Das entspricht durchschnittlich 6,2 Prozent, so die Verwaltung. So zahlt eine Familie mit einem Kind für einen Regelkindergartenplatz ab dann 94 Euro statt bislang 89 Euro. Ein Platz in einer Gruppe mit verlängerten Öffnungszeiten kostet die Ein-Kind-Familie neu 113 Euro, vormals 107 Euro.

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