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Mühlackers Oberbürgermeister Frank Schneider. Foto: Meyer/Archiv
Mühlackers Oberbürgermeister Frank Schneider. Foto: Meyer/Archiv
10.01.2019

Stadt sieht keine Notwendigkeit für neuen Geh- und Radweg in Lienzingen

Mühlacker-Lienzingen. Nur als langfristige Maßnahme sieht die Stadt den Bau eines Geh- und Radweges in Fortsetzung der Knittlinger Straße bis zur Bundesstraße 35 in Lienzingen vor, lehnt aber eine kurz- oder mittelfristige Umsetzung ab, weil angesichts der ihrer Auffassung nach schwachen Verkehrsbelastung auf der Kreisstraße keine Notwendigkeit bestehe. Das geht aus der Antwort von Oberbürgermeister Frank Schneider an den Vorsitzenden der CDU-Gemeinderatsfraktion, Günter Bächle, hervor. Der Stadtrat kritisiert die Haltung der Verwaltung als widersprüchlich.

Die Stadt Mühlacker müsse für den Ausbau der Straßen die gleichen Richtlinien wie der Enzkreis beachten. Entsprechend den „Richtlinien für Landesstraßen RAL 2012“ gelte für Straßen dieser Klasse, dass in 24 Stunden mindestens 3000 Fahrzeuge darauf rollen müssen, davon mindestens 150 Schwerlaster. Laut Verkehrszählung durch den Enzkreis im Januar 2016 betrage der durchschnittliche tägliche Verkehr 732 Kraftfahrzeuge, darunter 60 Schwerlaster, was einem Anteil von acht Prozent entspreche. Somit könne infolge der geringen Kfz-Belastung auf einen fahrbahnbegleitenden Radweg verzichtet werden, so Schneider.

Für die Herstellung des Radweges im Bereich der Verlängerung der Knittlinger Straße bis zur Einmündung des Feldweges zu den Lienzinger Weinbergen müsste Grunderwerb getätigt werden, so die Stadt. Die reinen Baukosten für einen solchen Weg lägen bei etwa 90.000 Euro ohne Grunderwerb. Entsprechend den „Richtlinien für die Anlage von Landesstraßen RAL Ausgabe 2012“ seien Geh- und Radwege durch einen Entwässerungsbereich oder mit einem Trennstreifen von mindestens 1,75 Meter Abstand zur Fahrbahn herzustellen.

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