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Im Februar blieb von der alten Friedenslinde in Lienzingen nur noch ein Stumpf übrig.  PZ-Archiv
Im Februar blieb von der alten Friedenslinde in Lienzingen nur noch ein Stumpf übrig. PZ-Archiv
29.03.2017

Stadträte arbeiten Baumfällung in Lienzingen auf

Nach der Fällung der ortsprägenden Linde in Lienzingen hat das Thema Bäume am Dienstagabend noch einmal den Ausschuss für Umwelt und Technik in Mühlacker beschäftigt.

Die Räte beschlossen, dass der Ausschuss künftig informiert werden soll, bevor die Stadtverwaltung zur Säge greift. Bei sehr ortsbildprägenden oder historisch bedeutsamen Bäumen sollen zudem künftig Vor-Ort-Termine mit interessierten Bürgern anberaumt werden.

Die Stadtverwaltung hatte für Ärger unter den Stadträten gesorgt, als sie im Februar ohne Vorwarnung die Friedenslinde an der Knittlinger Straße in Lienzingen fällen ließ. Mittlerweile wurde der Baum dank einer Spende durch eine 25 Jahre alte Winterlinde ersetzt (PZ berichtete).

„Es ist richtig, dass Sie diese Schlussfolgerung ziehen“, begrüßte der Lienzinger Stadtrat Günter Bächle (CDU) den Vorschlag der Stadtverwaltung, künftig besser über Fällungen zu informieren. Die neue Vorgehensweise nur zur Kenntnis zu nehmen, griff ihm dann allerdings zu kurz. Er forderte, die Informationspolitik auch förmlich zu beschließen.

„Bäume bewegen die Menschen“, erklärte auch FW-Stadtrat Ulrich Hagenbuch. Der Lomersheimer ist in dieser Sache leidgeprüft. Schließlich sorgte es für einen großen Skandal, als Unbekannte dem Kreisel-Birnbaum in seiner Heimatgemeinde in einer Nacht-und-Nebel-Aktion den Garaus machten. Dass die Stadtverwaltung die Wertigkeit von Bäumen nicht erkenne, kritisierte Klemens Köberle (LMU). „Andere Städte gehen ganz anders mit ihren Bäumen um“, sagte er und erinnerte an einen Antrag auf eine Baumschutzverordnung, die die LMU einmal gestellt habe.

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