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Keinen leichten Stand hat der Sternenfelser Bürgermeister Werner Weber zurzeit im Gemeinderat. weil es zwischen den beiden Fraktionen immer mal wieder zu Spannungen kommt. Jüngst ist das bei der Schöffenwahl der Fall gewesen. Foto: PZ-Archiv/Lutz
Keinen leichten Stand hat der Sternenfelser Bürgermeister Werner Weber zurzeit im Gemeinderat. weil es zwischen den beiden Fraktionen immer mal wieder zu Spannungen kommt. Jüngst ist das bei der Schöffenwahl der Fall gewesen. Foto: PZ-Archiv/Lutz
31.05.2018

Sternenfels: Ärger im Gemeinderat - selbst Bürgermeister wird attackiert

Sternenfels. Was sich in der jüngsten Sitzung des Sternenfelser Gemeinderats rund um die von der politischen Bedeutung eher unwichtige Schöffenwahl ereignete, kommt auf kommunaler Ebene nicht alle Tage vor. Weil im Zuge der Aufstellung einer Sternenfelser Vorschlagsliste die einzig kandidierende Gemeinderätin Andrea Garhöfer (Fraktionsgemeinschaft Freie Wähler und SPD) bei der Wahl durchfiel und statt der erforderlichen acht Ja-Stimmen nur sechs erhielt, kam es zum Eklat.

Denn auf die eine Enthaltung und die vier Gegenstimmen, die ebenfalls aus der Wahl resultierten, hatten einige von Garhöfers Fraktionskollegen, die diesmal nur zu sechst waren, sichtlich verärgert reagiert. Verbal ließen sie das gerade die Liste für Sternenfels und Diefenbach im Gegnerlager spüren. Aber damit nicht genug. Auch Bürgermeister Werner Weber wurde wegen der Abstimmung in der Sitzungspause harsch angegangen, weil er sich der Stimme enthalten haben soll. „Das stimmt, ich wurde darauf angesprochen“, bestätigt der Sternenfelser Rathauschef und stellt nur lapidar fest: „Es war eine geheime Wahl mit eindeutigem Ergebnis und es steht mir nicht zu, diesen demokratischen Prozess zu bewerten.“ Dabei dokumentiert dieser Zwischenfall doch offenbar, wie zerrissen das Sternenfelser Gremium ist, und welche Grabenkämpfe zwischen den Fraktionen Freie Wähler/SPD (sieben Ratsmitglieder) und der Liste für Sternenfels und Diefenbach (fünf) ausgetragen werden. Auch kundige Besucher der öffentlichen Ratssitzungen in Sternenfels sprechen auf PZ-Nachfrage von „emotionalen Befindlichkeiten bestimmter Personen“ innerhalb der Fraktionen.

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