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Im Bereich der Knittlinger Siemensstraße will der Regionalverband lediglich der Flächenerweiterung eines Lebensmittelmarkts zustimmen. Weitere Ansiedlungen, etwa eines Drogeriemarkts, den die Stadt dort gerne hätte, lehnt der Verband kategorisch ab und droht sogar mit verwaltungsrechtlichen Maßnahmen. Foto: PZ-Archiv
Im Bereich der Knittlinger Siemensstraße will der Regionalverband lediglich der Flächenerweiterung eines Lebensmittelmarkts zustimmen. Weitere Ansiedlungen, etwa eines Drogeriemarkts, den die Stadt dort gerne hätte, lehnt der Verband kategorisch ab und droht sogar mit verwaltungsrechtlichen Maßnahmen. Foto: PZ-Archiv
Auf der Freifläche links an der Knittlinger Siemensstraße darf laut Auffassung des Regionalverbands kein Drogeriemarkt gebaut werden. Foto: Hepfer
Auf der Freifläche links an der Knittlinger Siemensstraße darf laut Auffassung des Regionalverbands kein Drogeriemarkt gebaut werden. Foto: Hepfer
14.04.2019

Streit um Einzelhandel in Knittlingen – worum es in dem Konflikt geht

Knittlingen. Die Inhalte des Bebauungsplans „Siemensstraße“, den der Knittlinger Gemeinderat am Dienstag als Vorentwurf beschlossen hat, bleibt ein Reizthema zwischen Stadtverwaltung und Regionalverband. Die PZ erklärt, worum es in dem Konflikt geht.

Während die Stadt sich in dem dortigen Gewerbegebiet weiteren Einzelhandel wie etwa einen Drogeriemarkt wünscht, lehnt das der Regionalverband Nordschwarzwald kategorisch ab und will der Kommune nur insofern entgegenkommen, als dass ein dortiger Lebensmittelmarkt seine Verkaufsfläche vergrößern darf. Doch das reicht der Stadt nicht.

„Die Sachlage wird vom Verband auf der Grundlage eines alten Gutachtens aus dem Jahr 2008 beurteilt. Und das untersagt die Ansiedlung eines Drogeriemarktes schon von vorneherein“, gibt der Knittlinger Bürgermeister Heinz-Peter Hopp zu bedenken und will nun ein neues Gutachten in Auftrag geben, um die aktuelle Standortsituation zu prüfen und Argumente zu liefern, damit der Verband einlenkt. Zudem verweist Hopp auf das geplante Gewerbegebiet „Seite“ in Wiernsheim. Dort sei gutachterlich geprüft worden, dass die Ansiedlung eines Drogeriemarktes keine Auswirkungen auf den Ortskern habe, argumentiert Hopp. Dieser Darstellung widerspricht allerdings Matthias Proske, der Direktor des Regionalverbands. Die beiden Fälle seien nicht miteinander vergleichbar. „Der springende Punkt ist, dass das geplante Gewerbegebiet in Wiernsheim direkt neben einem Wohngebiet liegt und deshalb rechtlich dort Einzelhandel angesiedelt werden darf“, so Proske.

Mehr lesen Sie am Samstag, 13. April, in der „Pforzheimer Zeitung - Ausgabe Mühlacker“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.