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Einblick in eine der neuen Sortiertrommeln. Foto: Lutz/Suez
08.05.2019

Suez stellt neue Sortieranlage in Ölbronn-Dürrn vor

Ölbronn-Dürrn. Ein nüchterner Blick auf die Zahlen reicht aus, um zu ermessen, was da im Ölbronner Gewerbegebiet „Erlen“ in den vergangenen eineinhalb Jahren entstanden ist: Auf 7500 Quadratmetern Fläche befindet sich inzwischen die modernste Abfall-Sortieranlage Europas. Jährlich werden hier 100.000 Tonnen Leichtverpackungen wie Joghurtbecher oder Folien sortiert – das entspricht dem Jahresaufkommen an Leichtverpackungen von mehr als drei Millionen Menschen.

Bildergalerie: Neue Suez Sortieranlage in Ölbronn-Dürrn

Im Rahmen eines Presserundgangs ist die beeindruckende Anlage am Mittwoch offiziell vorgestellt worden. Geschäftsführer Jochen Zickwolf erklärte, durch die Investition in Höhe von mehr als 30 Millionen Euro werde nicht nur ein Beitrag zu besserem Recycling und somit zum Umweltschutz gewährleistet – die neue Anlage biete zudem 50 neue Arbeitsplätze. Insgesamt sind am Standort Ölbronn nun 130 Mitarbeiter für Suez tätig. Sortiert werden hier unter anderem die Abfälle aus dem Enzkreis und dem Kreis Ludwigsburg – insgesamt umfasst das Einzugsgebiet einen Umkreis von rund 150 Kilometern.

Und die Pläne des Unternehmens sind offensichtlich noch nicht abgeschlossen: So ist angedacht, einen Bereich für Kunststoff-Aufbereitung zu schaffen. Ob dieses rund acht Millionen Euro teure Projekt ebenfalls in Ölbronn oder andernorts in der Region realisiert werden soll, ist derzeit jedoch noch offen.

Zickwolf ging im Rahmen des Pressetermins auch nochmals auf die zeitweise geäußerten Befürchtungen von Teilen des Ölbronn-Dürrner Gemeinderats ein, durch den Neubau könnten verunreinigte Abwässer in die Natur gelangen. „Das Gegenteil ist der Fall“, betont Zickwolf. Man habe sämtliche Entwässerungssysteme ebenfalls modernisiert.

Seit Anfang Mai läuft die Anlage nun unter Volllast im Dreischichtbetrieb. An sechs Tagen in der Woche werden gigantische Mengen an Verpackungen sortiert, aus denen über spätere Stationen im Produktkreislauf beispielsweise Reisekoffer oder Gießkannen werden können.

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