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Über 400 Teilnehmer beim Symposium des Maulbronner Kinderzentrums freuen sich (von links): Der ärztliche Leiter und Geschäftsführer, Rainer Blank, sowie die Referenten Beate Knam, Barbara Darrelmann, Ekkehart Jenetzky, Yvonne Grimmer, Renate Schepker, Kurt Albermann und Margret Ziegler. Foto: Prokoph
Über 400 Teilnehmer beim Symposium des Maulbronner Kinderzentrums freuen sich (von links): Der ärztliche Leiter und Geschäftsführer, Rainer Blank, sowie die Referenten Beate Knam, Barbara Darrelmann, Ekkehart Jenetzky, Yvonne Grimmer, Renate Schepker, Kurt Albermann und Margret Ziegler. Foto: Prokoph
12.03.2018

Symposium in Maulbronn: Experten berichten über emotionale Störungen bei Kindern und Jugendlichen

Maulbronn. „Wir waren diesmal schon sechs Wochen vorher ausgebucht“, freute sich der ärztliche Leiter und Geschäftsführer des Maulbronner Kinderzentrums (Kize), Professor Rainer Blank, über die 400 Teilnehmer beim Symposium der Klinik für Kinderneurologie und Sozialpädiatrie.

Am Samstag hatten sich die Teilnehmer in der Maulbronner Stadthalle eingefunden, um sich über emotionale Störungen im Kindes- und Jugendalter mit den neun Referenten und Experten Kurt Albermann, Barbara Darrelmann, Yvonne Grimmer, Ekkehart Jenetzky, Michael Kaess, Xaver Kienle, Beate Knam, Renate Schepker sowie Margret Ziegler auszutauschen. Seit Oktober stehen im Maulbronner Kize sechs zusätzliche Eltern-Kind-Einheiten inklusive vier Zimmer für Kinder mit ihren Familien zur Verfügung. Überdies ist das Kize am Aufbau einer Tagesklinik für psychisch kranke Kinder und Jugendliche in Pforzheim beteiligt. Die Zahl der psychischen Erkrankungen bei Kindern nehme zu, sagt Professor Blank im Gespräch mit der PZ. Faktoren dafür seien unter anderem das Wegbrechen stabiler sozialer Kontakte, Gewalt in der Familie und vor allem auch die ständige Konfrontation mit Gewalt in den Medien, sowie die Überflutung und somit Überforderung durch die extreme Zunahme von Informationen und Reizen im Alltag, aber auch unrealistische Ziele und psychische Probleme der Eltern sowie Scheidungssituationen. Hinzu kämen die psychischen Störungen traumatisierter Flüchtlingskinder. Im kommenden Jahr wird das Maulbronner Kinderzentrum 40 Jahre alt. Bis dahin soll der Altbau saniert sein.