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Seit den 1970er Jahren ist das Mühlacker Theodor-Heuss-Gymnasium deutlich gewachsen und bietet rund 1300 Schülern Platz.
Seit den 1970er Jahren ist das Mühlacker Theodor-Heuss-Gymnasium deutlich gewachsen und bietet rund 1300 Schülern Platz. © Lutz
02.12.2011

THG Mühlacker: Eine Schule in stetigem Wandel

MÜHLACKER. Im Mühlacker Theodor-Heuss-Gymnasium (THG) herrscht derzeit Hochbetrieb. Bereits seit rund zwei Jahren wird die Schule in Sachen Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht, und weitere Sanierungsarbeiten werden das Gymnasium auch noch in den kommenden Jahren in Beschlag nehmen.

Veränderungen hat es in der Geschichte des THG jedoch immer gegeben, und einer, der diese in den vergangenen Jahrzehnten stets miterlebt hat, ist Hermann Schäfer.

Schäfer war mehr als 38 Jahre lang als Hausmeister am THG beschäftigt und ist daher prädestiniert dafür, wenn man einen Ansprechpartner sucht, der die vielfältigen Veränderungen des Schulhauses beschreiben kann. Tausende Schüler hat Schäfer in seiner Amtszeit kommen und gehen sehen, Hunderte Lehrer dazu, er hat drei Anbauten an „seine“ Schule buchstäblich mitgemacht und sich dabei auf eine Menge Veränderungen – nicht nur was die Haustechnik betraf – einstellen müssen.

Inzwischen ist Schäfer in Rente, aber in den eigentlich verdienten Ruhestand ist er noch immer nicht getreten. Stattdessen kommt er noch immer beinahe täglich in die Schule, „um nach dem Rechten zu sehen“ und seinem Nachfolger Dragos Vazzolla mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Schäfer, der erste und bis 2011 auch einzige Hausmeister, den das THG in seiner nun bald 40-jährigen Geschichte gesehen hat, erlebte fünf Jahre, nachdem das Hauptgebäude 1972 fertiggestellt war, bereits den ersten Anbau an das ursprüngliche Gymnasium. „Die Schülerzahlen waren gestiegen und im Hauptgebäude gab es einfach nicht mehr genügend Platz“, erklärt Schäfer.

Danach dauerte es ganze 22 Jahre, bis 2000 schließlich der dritte Bauabschnitt erfolgte, in dem fortan die Chemie- und Physikräume untergebracht waren. Orientierte sich der 1978 errichtete Erweiterungsbau noch stark an der Architektur des Hauptgebäudes, so war der dritte Gebäudeteil bereits wesentlich moderner gestaltet. „An diesen Umbau erinnere ich mich noch sehr gut, weil wir die ehemaligen Fachräume für Chemie und Physik zu normalen Klassenzimmern umbauen mussten“, erzählt Schäfer, der diese Zeit als sehr arbeitsintensiv in Erinnerung hat. „Da hilft es natürlich, wenn einem das Schaffen noch nie viel ausgemacht hat“, sagt Schäfer und lacht.

Wohl auch deshalb hat er die anfallenden Arbeiten, die, je größer die Schule wurde, naturgemäß immer mehr geworden sind, ohne die Unterstützung eines zweiten Hausmeisters gepackt. „Man kann schon behaupten, dass die Arbeitsbelastung über die Jahre zugenommen hat. Und in den kommenden Jahren wird das bestimmt nicht weniger“, so Schäfer.

Bis 2012 sollen die wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt worden sein, und 2013 will man die millionenteuren Brandschutzarbeiten komplett beendet haben.

Gerade der Altbau mit seinen fast 40 Jahren passe nicht mehr zu heutigen Ansprüchen an Sicherheit und Brandschutz, erklärt Schulleiter Thomas Mühlbayer. Bei Letzterem sind die Anforderungen in letzter Zeit enorm gestiegen. „Zu Recht“, sagt Mühlbayer. Die zusätzlichen Rettungswege, die im Jahr 2012 an die Fassade des Hauptgebäudes angebracht werden, beschreibt er als dringend notwendig.