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Der Illinger Heinz Speidel ist der Deutsche Meister der Rassetaubenzüchter 2017. Erst kürzlich erhielt er per Post die erfreuliche Nachricht samt Auszeichnung. Foto: Prokoph
Der Illinger Heinz Speidel ist der Deutsche Meister der Rassetaubenzüchter 2017. Erst kürzlich erhielt er per Post die erfreuliche Nachricht samt Auszeichnung. Foto: Prokoph
31.08.2018

Taubenzüchter aus Illingen ist Deutscher Meister

Illingen. Aus 35 000 Tauben von rund 5000 Züchtern auf dem Messegelände in Leipzig haben im vergangenen Dezember etwa 800 Preisrichter die zwölf Deutschen Schautauben des Illingers Heinz Speidel für die schönsten befunden. Somit wurde der 76-jährigen zum Deutschen Meister der Rassetaubenzüchter 2017 gekürt.

Jüngst flatterten dem Taubenzüchter dazu der Wimpel und die Urkunde ins Haus. „Es hat so lange gedauert, bis die Ergebnisse feststanden“, sagt Speidel dazu.

Schon als Sechsjähriger hatte er zwei Tauben, allerdings noch keine Zucht. Erst ab 1968 hat sich der verheiratete Familienvater und Opa von fünf Enkeln wieder ganz seiner Taubenzucht gewidmet. Im gleichen Jahr erhielt er schon von den Mühlacker Rassegeflügelzüchtern, bei denen er mittlerweile Ehrenmitglied ist, den ersten Preis für die schönste Schautaube. Ehrenmitglied ist Speidel auch bei den Illinger Kleintierzüchtern, zu denen er seit 1971 gehört.

In seinem Treppenaufgang im schmucken Illinger Eigenheim zeugen 44 Auszeichnungen an den Wänden von der großen Passion des Taubenzüchters. Mittlerweile hat er 85 Deutsche Schautauben in zwei so genannten Zuchtschlägen und einem Jungtierschlag.

Bewertet werden bei einer Schau unter anderem die Form des Gefieders, die Farbe sowie die Augen, die kirschrot und rund mit einem hellen Augenrand sein sollen und die Krallen, die mit ihren vier Zehen, drei vorne und eine hinten, gleichfarbig sein müssen. Und natürlich müssen sich die Täubchen auch noch standfest positionieren.

Und woher weiß der Züchter, welches Ergebnis er erzielt? „Das ist langjährige Erfahrung und das Wissen, welche Tiere zusammen passen“, erklärt Speidel. Zucht bedeute, schon im Vorfeld zu sehen, wie sich die Tiere fortpflanzen und welche Gene miteinander harmonieren. Im Fachjargon nennt man es Linienzucht, wenn man die Taubennachfahren miteinander verpaart.

„Man muss Jahre lang kämpfen, um Meister zu werden“, sagt Speidel. Geduld, Ehrgeiz, Erfahrung und Fleiß machten einen Züchter aus. Und dazu gehöre natürlich auch, dass man auch schon fehlerhafte Ergebnisse gehabt habe.

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