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Nach tödlichem Unfall auf B10: Angeklagter zu Geldstrafe verurteilt
12.05.2011

Tödlicher Unfall auf B10: Angeklagter erhält Geldstrafe

MAULBRONN. Ein 61-jähriger Mann aus Pforzheim ist vom Maulbronner Amtsgericht wegen fahrlässiger Tötung in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung in zwei Fällen zu einer Geldstrafe von 2400 Euro verurteilt worden. Der Mann hatte im August vergangenen Jahres einen schweren Verkehrsunfall verursacht, in dem eine Frau getötet und ihre beiden Mitfahrer schwer verletzt worden sind.

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Nach Aussage des Angeklagten und mehrerer Zeugen hat sich der Unfall wie folgt zugetragen: Der 61-Jährige habe sich den Anhänger eines Freundes ausgeliehen, um aus Mühlacker einige Paletten Holz nach Pforzheim transportieren zu können. Da ein Reifen deutlich zu wenig Luft aufwies, habe er diesen vor Fahrtbeginn aufgepumpt und sei dann nach Mühlacker gefahren, ohne den Anhänger näher zu untersuchen. Nach Beladen des Anhängers in Mühlacker habe er sich versichert, dass alle Reifen genug Luft hätten und sei über die B 10 zurück in Richtung Pforzheim gefahren.

Kurz nach Mühlacker sei der Anhänger plötzlich ins Schlingern und in Folge dessen auf die Gegenfahrbahn geraten, was der 61-Jährige nicht verhindern konnte. Dort prallte der Anhänger mit einem entgegenkommenden Kleinwagen zusammen. Für dessen Fahrerin kam jede Hilfe zu spät, die beiden anderen Insassen wurden mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Warum der Anhänger ins Schlingern geriet, konnte die Verhandlung nicht zu Tage fördern.

Das Gericht sah es jedoch letztlich als erwiesen an, dass der Angeklagte fahrlässig gehandelt hatte, als er mit dem Anhänger, der zusätzlich keinen Tüv mehr hatte, nach Mühlacker und wieder zurück gefahren sei. Aus diesem Grund und wegen der besonderen Schwere der Tatfolgen wurde der Angeklagte zu einer Gesamtstrafe von 120 Tagessätzen zu jeweils 20 Euro verurteilt. max

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