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Der 29-Jährige hat mit Anfang 20 seine Passion für erlesene Weine entdeckt und sich neben dem Beruf des Hotelkaufmanns auch zum Sommelier ausbilden lassen. Foto: Uppergrade
Der 29-Jährige hat mit Anfang 20 seine Passion für erlesene Weine entdeckt und sich neben dem Beruf des Hotelkaufmanns auch zum Sommelier ausbilden lassen. Foto: Uppergrade
Diesen sagenhaften Ausblick von der Terrasse des „el paradiso“ in St. Moritz genießt der Maulbronner Benedict Schempf nun seit drei Jahren. Foto: Uppergrade
Diesen sagenhaften Ausblick von der Terrasse des „el paradiso“ in St. Moritz genießt der Maulbronner Benedict Schempf nun seit drei Jahren. Foto: Uppergrade
08.03.2019

Traumjob im Himmel der Genüsse: Maulbronner führt eine der exklusivsten Skihütten der Welt

Maulbronn/St. Moritz. Wer auf dieser Sonnenterrasse speist, muss sich ums liebe Geld keine Sorgen machen. Serviert wird alles, was das Luxusherz begehrt: Champagner, Kaviar und Trüffel. Selbst ein Rührei kostet schlappe 60 Euro. Die Gäste sind keine Promis, sondern Unternehmer und Privatiers, die am Rande der schönen Skipisten unter sich bleiben wollen – eben der Geldadel dieser Welt. Da werden die 30 Franken (umgerechnet etwa 26 Euro), die allein für den Eintritt ins Restaurant hingeblättert werden müssen, gerne gezahlt.

Die Rede ist von der wahrscheinlich exklusivsten und teuersten Skihütte der Welt: Das „el paradiso“ oberhalb St. Moritz, dem luxuriösen Ferienort im Engadin.

Seit drei Jahren hat dort ein Schwabe seine Finger im Spiel. Benedict Schempf aus Maulbronn ist Maître des renommierten Hauses, also Gastgeber und Betriebsleiter in einem. PZ-Leser kennen den 29-Jährigen vermutlich als Sohn von Karl Schempf, der in der hiesigen Klosterstadt bis vor kurzem diverse Lokalitäten wie die Klosterschmiede geführt hat. Dort machte der junge Mann auch die ersten Erfahrungen in der Gastronomie. „Als Jugendlicher fand ich den Beruf allerdings nicht sonderlich attraktiv“, erzählt er im Telefongespräch mit der PZ. „Viel Arbeit für wenig Gehalt zu unmöglichen Zeiten. Aber offenbar wurde es mir doch in die Wiege gelegt.“

Keine Lust mehr auf„stocksteif“

Den jungen Schempf zieht es nach dem Abitur weg vom elterlichen Betrieb, er will die Luft der großen Häuser schnuppern, mehr Abwechslung haben, etwas erleben. In dem Fünf-Sterne-Hotel Dollenberg im Schwarzwald absolviert er eine Ausbildung zum Hotelkaufmann, arbeitet in den folgenden Jahren in vielen verschiedenen Luxushotels und zieht dutzende Male um. Irgendwann hatte er dann keine Lust mehr auf den „stocksteifen“ Umgang, der in diesen Preisklassen üblich ist. Und so landet Schempf in der „etwas anderen“ Skihütte in St. Moritz, wo er weiterhin mit exklusiven Produkten arbeiten kann, das Klientel im Prinzip dasselbe ist, aber die Atmosphäre eine ganz andere.

Mehr lesen Sie am Samstag, 9. März 2019, in der „Pforzheimer Zeitung (Ausgabe Mühlacker)“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.