nach oben
Eine Röntgenaufnahme bringt in der Regel schnell Klarheit, ob jemand Tuberkulose hat oder nicht.
Eine Röntgenaufnahme bringt in der Regel schnell Klarheit, ob jemand Tuberkulose hat oder nicht. © Symbolbild: dpa
11.07.2016

Tuberkulose-Erkrankung in Asylheim: Ansteckungsgefahr wohl gebannt

Mühlacker. Die Gefahr scheint gebannt: In der Kerschensteinerhalle in Mühlacker gab es eine Tuberkulose-Erkrankung, doch „die Erkrankung war nur wenig ansteckend“, so Angelika Edwards, stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamts und für Infektionskrankheiten zuständig. Ein junger Asylbewerber kam vor einigen Wochen ins Krankenhaus, wo die Krankheit rasch erkannt und richtig behandelt wurde. Inzwischen konnte der Mann bereits wieder entlassen werden.

Er wohnt nun in einer Einzelwohnung im westlichen Enzkreis; eine Ansteckungsgefahr geht von ihm nicht mehr aus. „Nur wer einen sehr engen Kontakt zum Betroffenen hatte und sich mehr als 40 Stunden zusammen mit ihm in einem geschlossenen Raum aufhielt, hat ein erhöhtes Ansteckungs-Risiko“, so Angelika Edwards. Dennoch werde das Gesundheitsamt in den kommenden Tagen Kontakt zu Mitbewohnern, Ehrenamtlichen und dem Betreuungspersonal aufnehmen.

„Wir prüfen, wer nachbeobachtet werden soll“, erläutert Edwards. „In über 90 Prozent der Fälle kommt es nicht zu einer Erkrankung, weil der Körper selbst mit den Erregern fertig wird“, so Edwards. „Wer in guten hygienischen Verhältnissen lebt und über ein intaktes Immunsystem verfügt, muss sich keine Sorgen machen.“ 

Mehr Infos zum Thema gibt es für PZ-Plus-Abonnenten auf der PZ-Plus-Übersichtsseite.