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Beim Training wird auch die Akutbehandlung einer schwangeren Verkehrsverletzten simuliert. Foto: Enzkreis-Kliniken gGmbH
Beim Training wird auch die Akutbehandlung einer schwangeren Verkehrsverletzten simuliert. Foto: Enzkreis-Kliniken gGmbH
26.02.2017

Übung macht den Lebensretter: Viertes Schockraum-Training in der Mühlacker Notaufnahme

Mühlacker. Im Ernstfall muss jeder Handgriff sitzen! Das wissen die Teams von Ärzten und Pflegekräften aus unterschiedlichen Fachabteilungen, die im Schockraum der Interdisziplinären Notaufnahme am Krankenhaus Mühlacker die Erstversorgung schwerstverletzter oder polytraumatisierter Patienten übernehmen. Ob Verkehrsunfall, ein Sturz aus größerer Höhe oder hochgradige Vergiftungserscheinungen – im Schockraum kann Teamarbeit und Kommunikation lebensrettend sein.

Im Krankenhaus Mühlacker, das zertifiziertes lokales Traumazentrum ist, wird nicht nur im Alltag trainiert. Alle zwei Jahre werden Übungen durchgeführt, um die Koordination der Erstversorgung zu optimieren. Ziel eines Schockraum-Trainings sei es, in simulierten Akutsituationen komplexe Abläufe im Echtzeitbetrieb und am echten Menschen zu trainieren, um so im Ernstfall schnell und sicher zu handeln, erklärt der Leitende Oberarzt der Chirurgischen Klinik, Dr. Olgierd Taler. Bereits zum vierten Mal hat der Unfallchirurg des Krankenhauses Mühlacker einen Trainingstag für rund 30 ärztliche und pflegerische Mitarbeiter organisiert.

Bei welchen Verletzungen müssen welche Untersuchungen in welchen Zeiträumen angewendet werden? Genau das trainieren die Teams der Notaufnahme regelmäßig. Denn bei der Versorgung von Schwerverletzten müssen mehrere Ärzte und Pflegekräfte gleichzeitig unterschiedliche Maßnahmen zur Untersuchung und Behandlung der Patienten einleiten. Von der Stabilisierung des Kreislaufs und der Atmung durch einen Anästhesisten bis hin zur Diagnostik durch den Radiologen mit Röntgen oder Computertomografie und der Entscheidung für einen operativen Eingriff durch den Unfallchirurgen läuft die Erstversorgung der Patienten im Schockraum Hand in Hand ab.