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Peter Rückert vom Landesarchiv, Konservatorin Petra Pechacek sowie SSG-Geschäftsführer Michael Hörrmann (von links) vor der Kanzel mit dem Wappen des ersten evangelischen Abts in Maulbronn, Valentin Vannius, in der Klosterkirche Foto: Lutz
Peter Rückert vom Landesarchiv, Konservatorin Petra Pechacek sowie SSG-Geschäftsführer Michael Hörrmann (von links) vor der Kanzel mit dem Wappen des ersten evangelischen Abts in Maulbronn, Valentin Vannius, in der Klosterkirche Foto: Lutz
Noch heute zeugen Einschusslöcher an der Klosterkirche von der gewaltsamen Eroberung des Areals durch Herzog Ulrich im Jahre 1504.  Lutz/PZ-Archiv
Noch heute zeugen Einschusslöcher an der Klosterkirche von der gewaltsamen Eroberung des Areals durch Herzog Ulrich im Jahre 1504. Lutz/PZ-Archiv
Die Ausstellungsmacher vor dem Längsschiff der Klosterkirche. Foto: Lutz
Die Ausstellungsmacher vor dem Längsschiff der Klosterkirche. Foto: Lutz
Verewigt im Chorgestühl: die Namen evangelischer Seminaristen. Foto: Lutz
Verewigt im Chorgestühl: die Namen evangelischer Seminaristen. Foto: Lutz
20.06.2017

Umfangreiche Ausstellung zur Reformation im Kloster Maulbronn

Maulbronn. Es ist noch ein gutes Stück hin, bis das Kloster Maulbronn mit einem weiteren großen Beitrag zum Reformationsjubiläum aufwartet. Doch die Ausstellung „Freiheit – Wahrheit – Evangelium. Reformation in Württemberg“, die vom 14. September an in Maulbronn gezeigt wird, wirft schon heute ihre Schatten voraus.

Und so überrascht es nicht, dass die Verantwortlichen bereits jetzt für das Mammutwerk werben, das neben der Maulbronner Ausstellung auch solche in Stuttgart sowie in den Klöstern Alpirsbach und Bebenhausen umfasst und sich mit der Frühphase der Reformation beschäftigt. Konkret mit der Zeitspanne von 1517 bis 1550 im damaligen Herzogtum Württemberg.

„Wir wollen zeigen, welche Auswirkungen die Reformation hatte. Und zwar für die Mönche im Kloster ebenso wie für die vielen Menschen, die im Einflussbereich der Anlage lebten“, erläutert Michael Hörrmann, der Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten (SSG). Die SSG zeichnet gemeinsam mit dem Landesarchiv Baden-Württemberg für die Ausstellung verantwortlich.

Wie immens die Veränderungen tatsächlich gewesen sind, zeigt bereits ein kurzer Blick auf die Tragweite, die die Reformation für das Kloster hatte: Während der Bauernkriege wurde die Anlage geplündert, im Laufe der Reformation verlor das Kloster seinen Status als geistliche Institution, die Mönche wurden vertrieben. Und der evangelischen Klosterschule – seit 1556 in den Mauern der Anlage beheimatet – ist es überhaupt zu verdanken, dass Maulbronn heute ein Weltkulturerbe beherbergt, wie Peter Rückert vom Landesarchiv sowie Konservatorin Petra Pechacek erläutern. Ohne diese Einrichtung wäre das Kloster nämlich nie und nimmer in der noch heute zu bewundernden Form erhalten geblieben.

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