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Zwei Drittel der Straßenbäume im Bergfeld sind noch gesund, die Vitalität ist aufgrund der Enge aber rückläufig. Dieser Ahorn leidet an Kronendürre. Foto: Privat
Zwei Drittel der Straßenbäume im Bergfeld sind noch gesund, die Vitalität ist aufgrund der Enge aber rückläufig. Dieser Ahorn leidet an Kronendürre. Foto: Privat
In solchen Betonkübeln, wie sie laut Landschaftsarchitektin Birgit Dallinger im Bergfeld zuhauf zu sehen sind, können Bäume nicht lange überleben. Foto: Privat
In solchen Betonkübeln, wie sie laut Landschaftsarchitektin Birgit Dallinger im Bergfeld zuhauf zu sehen sind, können Bäume nicht lange überleben. Foto: Privat
Die Wurzeln suchen sich ihren Weg: Dadurch entstehen Risse im Asphalt. Foto: Privat
Die Wurzeln suchen sich ihren Weg: Dadurch entstehen Risse im Asphalt. Foto: Privat
20.02.2019

Untersuchung zeigt: Bäume im Knittlinger Bergfeld leiden

Knittlingen. „Das ist wie mit den Spielplätzen: Jeder will sie, aber nicht vor der eigenen Tür.“ Mit diesen Worten eröffnete Landschaftsarchitektin Birgit Dallinger vom Büro Kern aus Möckmühl ihr leidenschaftliches Plädoyer für die Straßenbäume im Bergfeld. Um die steht es nämlich schlecht – zumindest um ein Drittel der insgesamt 105 untersuchten Riesen, die eigentlich gar keine sind. Denn, um groß zu werden, haben sie gar nicht genügend Platz.

Laut Dallinger benötigt ein Baum mindestens zwölf Quadratmeter Raum, um sich gut entwickeln zu können. Ist dieser durch Beton oder Ähnliches beschnitten, suchen sich die Wurzeln ihren Weg – und zwar dorthin, wo es Wasser und Nährstoffe gibt. Dadurch entstehen Schäden am Asphalt oder an Leitungen, die durch Verwurzelungen aufbrechen. „Bitte pflanzen Sie also nicht auf Teufel komm‘ raus“, sprach sie die Stadträte direkt an. „Sondern nur dort, wo es Sinn macht. Andernfalls ist das rausgeschmissenes Geld.“ Dass ein Großteil der Pflanzungen im Bergfeld, die vor rund 35 Jahren gemacht wurden, tatsächlich wenig sinnvoll waren, zeigte die Landschaftsarchitektin mit aussagekräftigen Fotos.

Den Anstoß für die Untersuchung gab einst die SPD-Fraktion. „Anwohner im Bergfeld hatten sich damals massiv beschwert“, klärte Michael Arnold auf. Ärger habe es unter anderem wegen Laub in den Abflussrohren gegeben. Ob den Anwohnern mit der Untersuchung nun geholfen ist, ist fraglich. Denn: Birgit Dallinger zufolge sollen die Bäume, die am Absterben sind, gerodet und wieder ersetzt werden. Dies sei an einigen Stellen nur möglich, indem man Parkplätze abbaut, um Platz für die Bäume zu schaffen. Würde die Stadtverwaltung diesem Vorschlag folgen, würden im Bergfeld am Ende 30 Parkplätze weniger zur Verfügung stehen.

Mehr lesen Sie am Donnerstag, 21. Februar, in der „Pforzheimer Zeitung“ (Ausgabe Mühlacker) oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.