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Nach der Aufstiegsfeier von Phönix Lomersheim hieß es für viele "Ab in den Urlaub". © Lutz
20.06.2011

Verdiente Ferien für die Aufsteiger von Phönix Lomersheim

MÜHLACKER-LOMERSHEIM. Drei Wochen lang kann das Team des TSV Phönix Lomersheim den Aufstieg in die Bezirksliga Enz/Murr genießen. Dann gilt das Augenmerk bereits der neuen Spielzeit, die im August beginnt. Bildergalerie: TSV Phönix Lomersheim schafft den AufstiegWie so oft geht Ex-Profi Eberhard Carl, der Phönix seit einem Jahr trainiert, auch nach der Saison mit gutem Beispiel voran. Bereits am Morgen nach der sonntäglichen Meisterfeier brach mit seiner Ehefrau und dem jüngeren seiner beiden Söhne in Richtung Ostsee auf. Am Montagabend erreichten die Carls ihr Ziel Rügen. „Die Sonne scheint“, sagte Carl der PZ.

Bildergalerie: Phönix Lomersheim feiert Aufstieg

Dass der erste Eindruck vom Wetter am Urlaubsziel positiv ausfiel, war nicht selbstverständlich, nachdem die Bedingungen beim Aufstiegsfinale in Freudental alles andere als angenehm gewesen waren. Doch weder der Wind, noch die Kälte noch ein Regenschauer hatten Lomersheims Fußballer stoppen können. Die Mannschaft besiegte die Sportvereinigung Ludwigsburg II letztlich souverän mit 4:2. Als die Lomersheimer im November 2010 an gleicher Stelle, wenn auch auf Kunstrasen, das Punktspiel beim SV Freudental mit 2:3 verloren hatten, war an ein positives Ende noch nicht zu denken gewesen. Dass danach 18 Spiele ohne Niederlage folgten, ist beeindruckend. Eine solche Serie war allerdings auch nötig, um nicht Dritter, Vierter oder Fünfter zu werden, sondern als Vizemeister der Kreisliga A 3 an der Relegation teilnehmen zu können, die nach zwei erfolgreichen Einsätzen zum Aufstieg führte. Den wollte Phönix lieber früher als später schaffen.

Genau vor zehn Jahren war das Team zum bisher letzten Mal in die Bezirksliga gelangt. Noch immer dabei sind Stürmer Simon Roller und in der Defensive Michael Walter. Während Walter nach einer Pause während der Rückrunde wieder zu einem festen Bestandteil der Mannschaft wurde, kam Roller kaum von Beginn an zum Zug. Dann und wann hat er dennoch getroffen, so auch nach seiner Einwechslung gegen das zweite Team von Verbandsliga-Absteiger Ludwigsburg.Nachdem es aus dem Feld heraus nicht geklappt hatte, schritt Roller zum Elfmeterpunkt, als der Unparteiische Jens Neuffer (Schiedsrichtergruppe Leonberg) auf Strafstoß entschied und sorgte mit Lomersheims viertem Tor für die endgültige Entscheidung. „Das war ein versöhnlicher Abschluss“, sagte Roller. Darauf, dass die nächste Saison für ihn persönlich erfreulicher verläuft, wollte der Routinier nicht wetten. Zumindest weiß Roller aber, dass die Karten vom Beginn der Vorbereitung an neu gemischt werden. Und bei der Aufstiegsfeier zeigte er, dass er weiterhin kein Mitläufer ist, sondern auf und neben dem Platz wichtig fürs Team.

Das Gesicht von Phönix hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Nachdem Lomersheim in der Bezirksliga mehrere Spielzeiten lang vor sich hindümpelte, die Mannschaft schließlich am Ende der Saison 2007/2008 abstieg, ist der Generationswechsel nach und nach vollzogen worden. Während Roller blieb ging sein langjähriger Mitspieler Frank Scheible vor zwei Jahren als Spielertrainer zum TSV Wiernsheim. Da Libero Oliver Waldhaus aufhörte, wurde bei Phönix auf eine Viererkette umgestellt. Noch unter Trainer Claus Piayda führte das zu den durchaus erwarteten Problemen. Unter dessen Nachfolger Carl fielen nun nicht mehr so viele Gegentore.Vor allem ist Phönix nun viel eher als vor ein paar Jahren in der Lage, selbst Akzente zu setzen, das Spiel zu machen. In der Offensive haben als Mittzwanziger Dominik Murnberger, der 2009 nach Lomersheim kam und Martin Maier, der ein Jahr später als Rückkehrer zu Phönix ging, für Belebung gesorgt. Wenn sich Phönix, wie vom Trainer geplant, über den Sommer punktuell verstärkt, kann das Team das Unternehmen Klassenverbleib zuversichtlich angehen. rks