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Rudi Thomaier (von links), Angelika Pücher-Purr, Werner Kirchgeßner,  Referent  Peter Eyerer, Helmuth Harms-Janssen, Vereinsvorsitzender Bernd Lieb und Bürgermeister Thomas Nowitzki stellen die „Offene Jugendwerkstatt Oberderdingen“ vor.  prokoph
Rudi Thomaier (von links), Angelika Pücher-Purr, Werner Kirchgeßner, Referent Peter Eyerer, Helmuth Harms-Janssen, Vereinsvorsitzender Bernd Lieb und Bürgermeister Thomas Nowitzki stellen die „Offene Jugendwerkstatt Oberderdingen“ vor. prokoph
29.10.2017

Verein „Offene Jugendwerkstatt Oberderdingen“ will Generationen verbinden

Kreativität, Kommunikation und künstlerische Begabung stehen im Fokus des neuen Oberderdinger Vereins, „Offene Jugendwerkstatt“ (OJWO). Jener wurde mit aktuell 30 Mitgliedern bereits im März gegründet.

Am Freitagabend haben sich nun die Verantwortlichen mit ihrem Vorsitzenden Bernd Lieb und seinen Mitstreitern Rudi Thomaier, Angelika Pücher-Purr, Werner Kirchgeßner sowie Helmuth Harms-Janssen im alten Flehinger Bahnhof rund 100 Besuchern vorgestellt. „Wir machen ein Haus der Generationen“, verdeutlichte Angelika Pücher-Purr die Ziele der offenen Jugendwerkstatt.

Denn darin sollen Kinder praktisch mit ihren Händen unter Anleitung im Team auf Augenhöhe ihre Fähigkeiten entdecken und verschiedene Projekte verwirklichen. „Wir wollen untereinander und voneinander lernen“, sagte Pücher-Purr. Denn aus der Zusammenarbeit von Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren und den Erwachsenen, die sie unterstützen, ergäben sich Erfolgspotenziale für jede Seite, die in Netzwerken mündeten. Kinder unter zehn Jahren könnten mitmachen, wenn eine Aufsichtsperson dabei wäre. Als Pate und sogenannte, „Schwester-Werkstatt“ für die OJWO steht der gleichnamige Verein in Karlsruhe. Denn dort wird das Prinzip bereits seit 20 Jahren erfolgreich umgesetzt. Das berichtete Hochschul-Professor Peter Eyerer. Er hat vor Jahren schon mit Dörthe Kraus zusammen die „Theoprax-Methode“ erfunden, eine Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis mit der Berufswelt und der Gesellschaft mit Schulen und Hochschulen im Unterricht.

Werkstatt setzt Auftrag um

Das Prinzip: Eine reale Firma gibt als Projektsponsor einen Auftrag, der dann in der Jugendwerkstatt umgesetzt und auch entsprechend entlohnt wird. Seine Nachfolgerin Martina Parrisius vom Fraunhofer Institut stellte das erste konkrete Projekt für Oberderdingen vor. Dabei sollen vier Schüler aus der elften Klasse des Pforzheimer Reuchlingymnasiums das Projekt „Essbares Oberderdingen“ entwickeln.

Zahlreiche weitere Ideen für die OJW Oberderdingen stellte Helmuth Harms-Janssen vor. Dabei werde auch mit der Oberderdinger Eduard-Spranger-Schule kooperiert. „Wir brauchen Sie als Mitglieder, Spender, Projektsponsoren und Betreuer“, appellierte Vereinskassierer Werner Kirchgeßner an alle Anwesenden. Denn die Finanzierung der OJWO erfolgt zum Großteil über Projektsponsoren wie Firmen, Spenden und moderate Mitgliedsbeiträge. „Mir hat die Idee sofort gut gefallen“, sagte Bürgermeister Thomas Nowitzki. Denn darin stecke „viel Herzblut und Begeisterung“. Oberderdingen böte mit seinen 11 000 Einwohnern und 5000 Arbeitsplätzen für die Projekte der offenen Jugendarbeit „ein „gutes Fundament, um Mitstreiter zu finden“, so Nowitzki. Und man sei damit die erste Gemeinde im Landkreis Karlsruhe, die das mache. „Das Wichtigste sind die Menschen, die sich engagieren“, sagte Nowitzki. „Yes, we can“, gab der Vereinsvorsitzende Bernd Lieb in Anlehnung an den ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama, dann als künftige Marschrichtung vor.

Die Jugendwerkstatt in Oberderdingen befindet sich Am Bolenzergraben 14 und ist jeden Samstag von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Kontakt: www.OJWO.de