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Heike Längle (links) und ihre Schwester Birgit Faas vor der Bilderwand des neuesten „N´goso“ Wasserprojektes.  Prokoph
Heike Längle (links) und ihre Schwester Birgit Faas vor der Bilderwand des neuesten „N´goso“ Wasserprojektes. Prokoph
14.07.2017

Verein aus Wiernsheim unterstützt das Volk der Massai in Ostafrika

Zugegeben, der Name „Naretoi“ erinnert eher an Narren und Fasching, als an ein gemeinnütziges Hilfsprojekt in Afrika, das in Wiernsheim angesiedelt ist.

Daran haben die Wiernsheimerinnen Heike Längle und ihre Schwester Birgit Faas bei ihrer Vereinsgründung im Jahr 2010 allerdings überhaupt nicht gedacht, denn: „Naretoi“ ist ein Begriff aus der Sprache Maa der Massai und bedeutet übersetzt: „Viele Menschen helfen zusammen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen“.

Einzigartige Begegnung

Dass ein einziges Wort so eine Bedeutung hat, imponiert den beiden Schwestern sehr. Und so bekam ihr Verein diesen Namen. Dahinter steht allerdings eine bemerkenswerte Geschichte, die nur das Leben schreiben kann.

Im Jahr 2004 haben die beiden Schwestern ihren Vater Gerhard Faas zu einer Fotosafari nach Kenia eingeladen. Dort lernten sie den jungen Massai John Masek als Reiseführer kennen. Und am Lagerfeuer erfuhren sie, dass der damals 19-Jährige keine Chance auf eine Schulbildung hatte. Kurzerhand hat die Familie dann zusammen gelegt und John eine Ausbildung finanziert.

Daraus entstand schließlich im Jahr 2010 der Wiernsheimer Verein „Naretoi“ und im Jahr 2014 das kenianische Pendant „Naretoi Kenia“. John Masek ist mittlerweile der stellvertretende Vorsitzende und sein Freund Moses Sikona der Vorsitzende von „Naretoi Kenia“. Die beiden weilten 2016 in Wiernsheim zu einem Besuch (PZ berichtete).

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