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Für den in Enzberg vermissten 83-jährigen Mann kam jede Hilfe zu spät. Er wurde tot im EVS-Kanal neben der Enz aufgefunden.
Für den in Enzberg vermissten 83-jährigen Mann kam jede Hilfe zu spät. Er wurde tot im EVS-Kanal neben der Enz aufgefunden. © Symbolbild: dpa
10.01.2019

Vermisster Mann beim Enzkraftwerk nahe Mühlacker tot aufgefunden

Mühlacker-Enzberg. Ein Polizeihubschrauber kreiste am Mittwoch über Enzberg, Streifenwagen fuhren umher, ein Personensuchhund, ein so genannter Mantrailer, versuchte, Witterung aufzunehmen, doch ein am Mittwochmorgen vermisst gemeldeter 83-jähriger Mann war nicht aufzufinden. Am Donnerstagmorgen bestätigten sich dann die schlimmsten Befürchtungen: Der Mann wurde tot im EVS-Kanal neben der Enz entdeckt.

Der 83-jährige Enzberger, der mit einem Familienangehörigen zusammenwohnt, soll mit einer Gehhilfe oder einem Gehstock und nur relativ leicht bekleidet unterwegs gewesen sein. Deshalb war die Suche besonders dringlich, denn angesichts von Schnee und Kälte war Eile geboten, falls der Vermisste sich in einer hilflosen Lage befinden sollte. An allen möglichen Hinwendungsorten wurde nachgefragt, doch am Mittwochabend musste die Suche erfolglos abgebrochen werden.

Dann entdeckten Beamte, die bewusst an der Enz und am EVS-Kanal entlang gesucht haben, den Vermissten beim Enzkraftwerk II beim Umspannwerk zwischen Enzberg und Mühlacker. Der Mann war bereits tot. Allem Anschein nach ist er in der eisigen Enz zu Tode gekommen. Da offenbar keine Hinweise auf ein Fremdverschulden vorliegen, ist auch keine Obduktion geplant.