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Bei einem Garagenbrand an der Gänseheide in Illingen musste die Feuerwehr drei Personen mit Brandverletzungen retten. Auch für das DRK war dies ein Großeinsatz: in Mann musste in Lebensgefahr mit dem Hubschrauber nach Stuttgart geflogen werden, ein zweiter Mann kam mit Notarztbegleitung in eine Ludwigsburger Klinik. © Thomas Meyer
21.02.2015

Verpuffung? Garagenbrand fordert drei Verletzte - Mann in Lebensgefahr

Bei einem Brand in einer Garage an der Gänseheide in Illingen am Samstag um 11.25 Uhr sind laut Polizeisprecher ein Mann akut lebensgefährlich, ein weiterer Mann schwer und eine Frau leicht verletzt worden. Die Brandursache könnte nach dem heftigen Ausfluss von Benzin eine Verpuffung gewesen sein – ein rasend schneller Verbrennungsvorgang mit geringem Explosionsdruck, bei dem man plötzlich vor einer lodernden Flammenwand steht.

Bildergalerie: Mann in Lebensgefahr: Verpuffung in Illinger Garage?

In der Garage befindet sich eine Art Montagegrube. Dort war offenbar ein 31-jähriger Mann, der im selben Anwesen wohnt, mit Arbeiten an einem Auto beschäftigt. Plötzlich hörten die Familienangehörigen laute Schreie. Als sie nachschauten, bemerkten sie, dass in der Garage ein Feuer ausgebrochen war. Dieses hatte bereits den 31-jährigen erfasst.

Der Mann zog sich dabei schwerste Brandverletzungen zu. Er musste mit einem Rettungshubschrauber in die Verbrennungsklinik nach Stuttgart geflogen werden. Es besteht akute Lebensgefahr. Dem Vater des jungen Mannes gelang es, die brennende Kleidung seines Sohnes zu löschen. Hierbei zog sich der 66-jährige Mann schwere Brandwunden an den Händen zu. Er musste mit einem Rettungswagen mit Notarztbegleitung nach Ludwigsburg in eine Klinik eingeliefert und stationär aufgenommen werden. Die Mutter des Schwerstverletzten und Frau des 66-Jährigen musste aufgrund eines schweren Schocks ebenfalls ärztlich behandelt werden.

Die Ermittlungen zur Brandursache hat die Kriminalpolizei aufgenommen. Die ersten Erkenntnisse deuten darauf hin, dass es bei den Reparaturarbeiten zu einem unkontrollierten Abfluss von Kraftstoff gekommen ist, der sich aus noch nicht geklärter Ursache entzündete.

Beim Eintreffen der Illinger Feuerwehr stand die Grube in der Garage im Vollbrand. Nur unter Einsatz vom Atemschutzmasken konnte der Brand in der total verrauchten Garage gelöscht werden. Die Feuerwehr räumte das Haus neben der Garage, in dem sich eine Familie mit drei Kindern aufgehalten haben soll. Ein Übergreifen der Flammen auf das Wohngebäude konnte durch die Feuerwehr verhindert werden. Der Sachschaden beträgt rund 20.000 Euro.

Im Einsatz waren neben der Feuerwehr Illingen mit sechs Fahrzeugen und 34 Mann und der Polizei vom hauptamtlichen Rettungsdienst elf Einsatzkräfte mit sechs Fahrzeugen: ein organisatorischer Leiter des Rettungsdienstes, drei Rettungswagen (Pforzheim, Mühlacker, Vaihingen), zwei Notarztteams (Mühlacker und Bietigheim). Der DRK-Ortsverein Mühlacker war mit 14 ehrenamtlichen Helfern vor Ort, einem Gerätewagen Sanitätsdienst, einem Bereitschaftsrettungswagen und einem Mannschaftstransportwagen.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an.