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Das Sternenfelser Rathaus wird in den kommenden Monaten voraussichtlich von einem Amtsverweser geleitet. Foto: Cichecki

Vertretung für Bürgermeister Weber gesucht: Gerüchteküche in Sternenfels brodelt

Sternenfels. Es sind richtungsweisende Wochen, die in Sternenfels anstehen: Am Donnerstag soll der Gemeinderat darüber entscheiden, ob ein Amtsverweser in den kommenden Monaten Bürgermeister Werner Weber vertritt, der nach einem Verkehrsunfall krankheitsbedingt längere Zeit ausfallen wird.

Im Mai schließlich soll das Gremium dann über konkrete Personen entscheiden, die für den Posten des Amtsverwesers, also als fachmännische Vertretung, infrage kommen.

Wie Maral Saraie, die Leiterin der Kommunalaufsicht des Enzkreises, erläutert, liege das Heft des Handelns nun ganz beim Gemeinderat. Auf die Frage, ob es bereits Kandidaten gibt, schreibt Saraie der PZ: „Das Vorschlagsrecht obliegt der Kommune.“ Als es im Jahr 2008 eine ähnliche Konstellation in Ispringen gab, wurde Volker Winkel vom Landratsamt für die Aufgabe abgestellt und danach schließlich als Bürgermeister gewählt. Bislang, so Saraie, sei für Sternenfels „keine beamtenrechtliche Abordnung geplant“. Je nachdem, wie die Gespräche in der Gemeinde voranschreiten, ist eine solche jedoch denkbar.

Das Gerücht, in Sternenfels gebe es Stimmen, die davon ausgehen, dass ein Nachbar-Bürgermeister zusätzlich als Amtsverweser in Sternenfels tätig werde, ist der Kommunalaufsicht hingegen unbekannt. Saraie stellt ohnehin klar, dass aus rechtlichen Gründen niemand „parallel zur Funktion als Bürgermeister noch in einer anderen Gemeinde Amtsverweser sein“ könne.

Eine Unterstützung informeller Art oder eine Nebentätigkeit wären hingegen denkbar.

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