nach oben
Eng ging es im St.-Andreas-Gemeindehaus in Dürrmenz zu. Selbst von außen verfolgten Bürger die Einwohnerversammlung.  Schierling
Eng ging es im St.-Andreas-Gemeindehaus in Dürrmenz zu. Selbst von außen verfolgten Bürger die Einwohnerversammlung. Schierling
23.06.2017

Volles Haus in Dürrmenz: Einwohnerversammlung im Gemeindehaus trotz Hitze sehr gut besucht

Trotz Hitze und trotz Fußballspiel sind die Dürrmenzer gekommen“ – so begrüßte Oberbürgermeister Frank Schneider die etwa 130 Zuhörer, die bei der Einwohnerversammlung im St.-Andreas-Gemeindehaus schwitzten.

Die besten Plätze hatten da noch jene, die den Ausführungen der Stadtverwaltung von außen durch die geöffneten Fenster folgten. „Sie sehen mich tief beeindruckt“, erklärte dann auch Stadtbaumeister Armin Dauner den Anwesenden, von denen er jedoch später nicht all zu viel Lob zurückerhalten sollte. Denn vor allem Bauvorhaben am Fliederweg und am Bodenrainweg sorgten für Diskussionen.

Bauvorhabenin Dürrmenz

Im Fliederweg will ein Bauherr drei Gebäude im Geschosswohnungsbau errichten und die Verwaltung dafür einen vorhabensbezogenen Bebauungsplan erstellen. Allerdings: Dadurch fallen öffentliche Parkplätze weg. „Der Fliederweg ist jetzt schon zugeparkt“, monierten die Anwohner. „Es ist nicht so, dass es da im Augenblick keinen Bebauungsplan gibt. Und dieser lässt das Vorhaben zu“, erläuterte Dauner. Dafür müsse der Bauherr sogar nur einen Stellplatz pro Wohnung auf seinem Grundstück nachweisen. Nach dem neuen Bebauungsplan wären es dann 1,5. „Es ist nicht vorgesehen die Bebaubarkeit des Grundstücks zu erhöhen“, versprach schließlich Bürgermeister Winfried Abicht.

Diskussionen gab es auch um ein Bauvorhaben im Bodenrainweg. Dort sollen am Ortseingang zwei neue, viergeschossige Gebäude entstehen. „Sie sind relativ prägnant und markieren deutlich den Stadteingang“, sagte Dauner. Den Nachbarn sind sie jedoch zu massiv. „Wenn es um Gewerbe geht, wird um jeden Quadratmeter Flächenverbrauch gerungen. Aber bei Wohnbebauung sind plötzlich alle gegen Verdichtung“, sagte Dauner, der betonte, dass man sowohl im Fliederweg als auch im Bodenrainweg noch ganz am Anfang des Verfahrens stehe und somit jeder noch Gelegenheit habe, im Rahmen der Offenlegung seine Bedenken schriftlich einzureichen.

Im Hinblick auf das neue Baugebiet auf dem ehemaligen Ganzenmüller-Areal sorgten sich die Dürrmenzer vor allem um die Verkehrssicherheit. So sei die geplante Zu- und Ausfahrt recht unübersichtlich, die Reichmannstraße ohnehin oft zugeparkt und es werde gerast. Der Parkdruck entstehe auch durch Sportler, die zur Halle wollten, erläuterte Abicht. Um für Entspannung zu sorgen, sei in den Abendstunden auch das Parken auf dem Schulhof erlaubt. Das Tempo und die Einhaltung der Parkregeln würden kontrolliert, sagte Ulrich Saur, Leiter des Bürger- und Ordnungsamts der Stadt. Mehr lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.