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Das Flugplatzfest des Flugsportclubs Mühlacker findet dieses Jahr am Wochenende des 14. und 15. September statt und ist für gewöhnlich ein Zuschauermagnet. Aufgrund von bestimmten Auflagen und schwierigen Genehmigungsverfahren gibt es ab 2020 jedoch Abstriche beim Programm. Foto: PZ-Archiv
Das Flugplatzfest des Flugsportclubs Mühlacker findet dieses Jahr am Wochenende des 14. und 15. September statt und ist für gewöhnlich ein Zuschauermagnet. Aufgrund von bestimmten Auflagen und schwierigen Genehmigungsverfahren gibt es ab 2020 jedoch Abstriche beim Programm. Foto: PZ-Archiv
11.07.2019

Vorschriften machen Ehrenamtlichen in Mühlacker das Leben schwer

Mühlacker. Es ist nicht nur der Mitgliederschwund und die sinkende Bereitschaft, sich gesellschaftlich zu engagieren, was den Vereinen in Deutschland das Leben schwer macht. Es sind vor allem auch die vielen Vorschriften, deren Durchführung so manche Organisation vor große Herausforderungen stellt. Harry Walbersdorf, Vorsitzender des Mühlacker Stadt-Sport-Verbands (SSV) und Mitglied beim Turnverein der Senderstadt, kennt die Probleme aus eigener Erfahrung.

In einem Schreiben an die PZ ärgert er sich zum Beispiel über die neue Datenschutzverordnung: Nach deren Regeln „müssen wir die Mitgliederverwaltung nun unter Androhung von Geldbußen erfüllen. Die schriftlichen Eintrittserklärungen müssen nach der Erfassung in einem gesonderten Ordner abgelegt und gesichert werden.“ Und weiter: „Wenn die Antwort auf die Befragung nach den Datenschutzregelungen von den Mitgliedern nicht vollständig zurückkommt, muss die zuständige Stelle zigmal mahnen und die Mahnungen dann auch noch datenschutzgerecht ablegen, um Lücken zu schließen.“ Das alles bedeute eine unglaubliche Mehrarbeit und Belastung für den Vorstand. Ab einer bestimmten Zahl der Stellen, die auf die personenbezogenen Daten Zugriff haben, müsse zudem ein Datenschutzbeauftragter gewählt werden. „Doch den muss man erst mal finden und ausbilden“, so Walbersdorf.

Endlose Liste an Auflagen

Weiterhin kritisiert er die Auflagen des Wirtschaftskontrolldienstes (WKD), der den Vereinen beim Verkauf von Speisen und Getränken bei öffentlichen Veranstaltungen im Nacken sitze: „Es darf kein normaler Wasserschlauch verwendet werden; an den Verkaufsstellen muss ein Spülbecken mit Handwaschmittel samt Handtücher vorhanden sein; wenn es sich beim Boden um einen natürlichen Boden handelt, muss der mit einem Arbeitsschutz-Teppich ausgelegt sein; die Kasse muss einen Bon der Registrierkassen nach den Regeln der Finanzämter ausdrucken; die verkaufsfähigen Waren müssen hinter einem Spuckschutz angepriesen werden“ – und, und, und. Die Liste ist endlos.

Mehr lesen Sie am Freitag, 12. Juli, in der „Pforzheimer Zeitung“ (Ausgabe Mühlacker) oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.