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Susanne Klotz, Hannelore Stegmaier, der ehemalige Dürrmenzer Pfarrer und Todesanzeigen Referent Thomas Hörnig, Johannes Bastian und Annegret Seeg (von links) freuen sich über die vielen Besucher im Sankt Andreas Gemeindehaus. Foto: Prokoph
Susanne Klotz, Hannelore Stegmaier, der ehemalige Dürrmenzer Pfarrer und Todesanzeigen Referent Thomas Hörnig, Johannes Bastian und Annegret Seeg (von links) freuen sich über die vielen Besucher im Sankt Andreas Gemeindehaus. Foto: Prokoph
Rund 100 Besucher waren da, um in dem Beitrag von Thomas Hörnig mehr über Todesanzeigen zu erfahren. Foto: Prokoph
Rund 100 Besucher waren da, um in dem Beitrag von Thomas Hörnig mehr über Todesanzeigen zu erfahren. Foto: Prokoph
17.06.2018

Vortrag von Seelsorger zieht Gäste in Dürrmenz in den Bann

Mühlacker-Dürrmenz. Es gibt Menschen, die sich offen dazu bekennen, dass sie die Zeitung nur abonnieren, um darin die Todesanzeigen zu lesen. Dazu haben wohl auch die rund 100 Besucher im Dürrmenzer Sankt Andreas Gemeindehaus gehört, die sich am Freitagabend von ihrem ehemaligen Pfarrer, Professor Dr. Thomas Hörnig in die Welt der Todesanzeigen führen ließen.

Für viele war es zugleich aber auch ein Wiedersehen mit einem alten Weggefährten, der von 1991 bis 2001 in Dürrmenz Pfarrer war und in seiner Zeit den Verein „Ambulanter Hospizdienst Östlicher Enzkreis“ mitbegründet hat.

„Ich freue mich, dass Thomas Hörnig unserer Bitte gefolgt ist, und wieder bei uns ist“, sagte der Vorsitzende des Hospizvereins, Johannes Bastian, nachdem Schüler des Theodor-Heuss-Gymnasiums musikalisch auf den Abend eingestimmt hatten. „Ich habe sofort zugesagt, wenn die alte Liebe Dürrmenz anfragt“, sagte Thomas Hörnig humorvoll.

Der 61-Jährige hat den Abend veranstaltet und ist Leiter der Diakonieausbildung an der evangelischen Hochschule in Ludwigsburg. Überdies hat er eine der größten Sammlungen von Todesanzeigen in Deutschland, wie er im Gespräch anmerkte. Seit Oktober gebe es mittlerweile ein Krematorium für Pferde und Ponys, führte er aus. Und im Internet fänden sich immer mehr Plattformen, wo Trauer und Mitgefühl geteilt werden könnten.

„Trauernde Menschen sind verletzliche Menschen, sie funktionieren nicht so, wie es erwartet wird“, führte Hörnig aus. In seinem Leben setzte der Tod seines Vaters am zweiten Tag seines Studiums im April 1977 den Punkt, als er anfing, Todesanzeigen zu sammeln. Denn: „Das Sammeln von Todesanzeigen ist eine Art Trauerarbeit“, erklärte Hörnig.

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