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Das Landgericht Stuttgart verhandelt seit Montag gegen zwei Männer, die einem Illinger schwere Verletzungen beigebracht haben sollen. Foto: Kohler
Das Landgericht Stuttgart verhandelt seit Montag gegen zwei Männer, die einem Illinger schwere Verletzungen beigebracht haben sollen. Foto: Kohler
19.03.2012

Waren im Fechter-Prozess KO-Tropfen im Spiel?

STUTTGART/ILLINGEN. Im Fechter-Prozess hat das Landgericht Stuttgart versucht, die Verbindung zwischen dem Opfer aus Illingen und den beiden Angeklagten zu beleuchten. Die Männer müssen sich wegen versuchten Totschlags verantworten (die PZ berichtete).

Am Montagvormittag berichtete ein Zeuge über die polizeiliche Vernehmung des Opfers, die gut ein halbes Jahr zurückliegt. Der Polizist sagte, dass der Illinger Fecht-Trainer zur Tat und den Stunden vorher keine Angaben gemacht hatte. Im Zusammenhang damit habe der Illinger nur die Vermutung geäußert, ihm seien KO-Tropfen verabreicht worden.

Der Trainer gab an, er sei am Tag der Tat mit dem Zug nach Stuttgart gefahren, in der Innenstadt habe er ein Bier getrunken und mehrere flüchtige Bekannte getroffen. Unter ihnen war der Mann, in dessen Zimmer der Illinger Stunden später mit lebensgefährlichen Kopfverletzungen gefunden wurde.

Staatsanwaltschaft und Gericht haben keine Hinweise auf den Einsatz von KO-Tropfen. Fest steht hingegen, dass das Opfer mehr Alkohol getrunken haben muss. Bei dem Trainer wurden fast drei Promille festgestellt. Aufgrund der schweren Kopfverletzungen gehen die Prozessbeteiligten davon aus, dass das Erinnerungsvermögen des Opfers stark geschädigt worden ist. Mehr zum Fechter-Prozess am Dienstag in der PZ. rks