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Der Weihnachtsmann schaute mit einem Sack voller Gaben auf dem gut besuchten Großglattbacher Weihnachtsmarkt vorbei. Foto: Bischoff-Krappel
Der Weihnachtsmann schaute mit einem Sack voller Gaben auf dem gut besuchten Großglattbacher Weihnachtsmarkt vorbei. Foto: Bischoff-Krappel
Die örtlichen Kindergartenkinder eröffnen den Iptinger Weihnachtsmarkt. Foto: Prokoph
Die örtlichen Kindergartenkinder eröffnen den Iptinger Weihnachtsmarkt. Foto: Prokoph
Der Weihnachtsmarkt in Mühlhausen/Enz gehört zu den Traditionsveranstaltungen in der Region. Foto: Kollros
Der Weihnachtsmarkt in Mühlhausen/Enz gehört zu den Traditionsveranstaltungen in der Region. Foto: Kollros
Handwerkskunst bieten beim Derdinger Weihnachtsmarkt Ulrich Pödör sowie Hülya und Ibrahim Calcali mit ihren Kindern Aysenur und Ceylin an (von links). Foto: Prokoph
Handwerkskunst bieten beim Derdinger Weihnachtsmarkt Ulrich Pödör sowie Hülya und Ibrahim Calcali mit ihren Kindern Aysenur und Ceylin an (von links). Foto: Prokoph
05.12.2016

Weihnachtsmärkte mit Wohlfühlcharakter im östlichen Enzkreis

Weihnachtsmärkte im östlichen Enzkreis sorgen für gute Stimmung. Festliche Stimmung gab es in Mühlhausen, Großglattbach, Iptingen und Oberderdingen.

Zum elften Mal wurde am Wochenende der Platz vor dem Rathaus zum Austragungsort für den Mühlhäuser Advent, einem dörflich-idyllischen Weihnachtsmarkt, der schon von Beginn an am Samstagnachmittag großen Zuspruch fand: Rund ein Dutzend Vereine und handwerklich ambitionierte Hobbykünstler sorgten mit ihren Ständen für ein abwechslungsreiches Angebot mit Weihnachtsschmuck einerseits und allerlei kulinarischen Leckereien. Letzteres Angebot reichte von geräucherter Forelle bis zum Dessert mit Weinschaumsoße. Das Gemeindehaus der Kirche lud nicht nur zum Aufwärmen bei Kaffee und Kuchen ein, sondern präsentierte auch eine „Best-of“-Auswahl der Exponate der Sonderschauen vom Mühlhäuser Advent aus den zurückliegenden 20 Jahren, wie etwa Puppenstuben, Engel, Kuscheltiere, Nussknacker oder auch Räuchermännchen.

Eröffnet wurde der Mühlhäuser Advent durch den örtlichen Posaunenchor und Liedvorträge der Grundschulkinder, derweil Markt-Organisatorin Helga Seiter-Neininger vom Backhausverein und ein leibhaftiger Nikolaus in der Person von Matthias Ament, der all die Jahre dieses Amt bekleidet, reihum die Besucher begrüßten. os

Die Besucher lieben ihren Iptinger Weihnachtsmarkt. Denn schon zu Beginn am Samstag um 16 Uhr war der Platz vor der örtlichen Kelter gut besucht. Bis 23 Uhr dauerte das weihnachtliche Treffen, das diesmal in der zwölften Auflage stattfand. Der Iptinger Sportverein, der Männergesangverein, der Verein der Hundefreunde, der Verein Naretoi, die Musik- und Freizeitgemeinschaft, die Mitglieder des Jugendraums und der Jugendfeuerwehr sowie der Seniorenclub boten dabei mit Hobbykünstlern wieder einmal jede Menge Abwechslung. Dicht umringt waren die Kinder des Iptinger Kindergartens, die zu Beginn Weihnachtslieder sangen und dabei von Mama, Papa, Oma und Opa gefilmt wurden. Danach unterhielt der Kooperationschor des MGV und der Wiernsheimer Grundschule das Publikum. „Unser Weihnachtsmarkt ist einfach schön“, sagte die Einheimische Andrea Remler. ip

Fest der Liebe

In der Tat ist die Fragestellung fast schon rhetorischer Natur: Was wäre die Adventszeit ohne die Weihnachtsmärkte? Dann würde landauf und -ab diese besondere Stimmung fehlen, die einen Wochen zuvor schon auf das jährliche Fest der Liebe bestens vorbereitet. Der Oberderdinger Weihnachtsmarkt mit seinen 36 Ständen gehört zu den besonderen Hinguckern. Denn das Außergewöhnliche dabei ist, dass es keine gewerblichen Stände gibt, sondern nur Kunsthandwerk und natürlich jede Menge an abwechslungsreichem Essen. „Wir haben einen kleinen, aber feinen Weihnachtsmarkt“, beschrieb Bürgermeister Thomas Nowitzki am Sonntag die zweitägige Veranstaltung vom Wochenende. Vor dem historischen Amthof, im Rathausbereich und im Gewölbekeller boten die Stände ein breit gefächertes Angebot. „Ich bin Moslem und mache trotzdem beim Weihnachtsmarkt mit, weil ich alle Religionen respektiere“, sagte Standbetreiber Ibrahim Calcali. ip

Klein, aber fein lautete in die-sem Jahr die Devise beim siebten Großglattbacher Weihnachtsmarkt. Auf dem Backhausplatz in der Ortsmitte trafen sich am Sonntag die Generationen, um sich in gemütlicher Atmosphäre auf das Weihnachtsfest einzustimmen. Anders als in den Vorjahren war das Angebot an Verkaufsständen deutlich reduziert: „Unsere Rücksprache mit dem Mühlacker Ordnungsamt hat ergeben, dass eine bestimmte Anzahl von Gewerbetreibenden erforderlich gewesen wäre, um eine Genehmigung für den Sonntagsverkauf zu erhalten“, erläuterte Michael Dilger, Vorsitzender des Großglattbacher Liederkranzes, der gemeinsam mit anderen örtlichen Vereinen den Markt organisiert hatte. Einige Besucher äußerten ihr Unverständnis über die eng gesteckten, bürokratischen Hürden.

Der guten Laune tat dies jedoch keinen Abbruch. „Das Zusammenspiel unserer Vereine läuft rei-bungslos und jeder hilft dem anderen“, stellte Dilger heraus. Zudem kämen die Verkaufserlöse zu einem großen Teil dem Großglattbacher Kindergarten, der Schule und der Kernzeitenbetreuung zugute. „Rund 6600 Euro konnten wir in den vergangenen Jahren bereits spenden“, unterstrich Dilger. Besucher Michael Grosch, der auch Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins ist, brachte es auf den Punkt: „Toll, dass unser Markt trotz aller Hürden stattfinden kann.“ bkk