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In den sogenannten Zwergschulen werden in der Regel weniger als 41 Kinder unterrichtet. 

Wenig Schüler und Lehrer: Region als Hochburg der Zwergschulen

Mühlacker.Als vor wenigen Wochen die mögliche Fusion der Grundschulen in Dürrmenz, Lomersheim und Mühlhausen diskutiert wurde, schlug das Thema schnell hohe Wellen. Denn die Furcht, dass einzelne Standorte benachteiligt werden könnten, trieb etliche Eltern und auch einige Lehrer massiv um.

Die Zukunft von kleinen Bildungseinrichtungen und insbesondere sogenannten Zwergschulen mit wenigen Dutzend Schülern beschäftigt nun auch den FDP-Landtagsabgeordneten Erik Schweickert. In einer Anfrage an die Landesregierung erkundigte sich Schweickert, wie viele Kleinschulen es in der Region gibt und wie gesichert werden kann, dass diese auch weiterhin bestehen.

Tatsächlich finden sich im östlichen Enzkreis gleich mehrere Schulstandorte, in denen weniger als 40 Kinder unterrichtet werden: das bereits erwähnte Mühlhausen mit 35 Schülern, Großglattbach und Freudenstein mit jeweils lediglich 34 Kindern sowie die Grundschule in Illingen-Schützingen. Dort werden aktuell gar nur 21 Schüler gezählt. Dementsprechend gering ist auch die Anzahl an Lehrern vor Ort.

Schweickert sprach in seiner Anfrage nun Befürchtungen an, die Landesregierung könne ihre Unterstützung solcher Standorte womöglich einstellen. „Eine mögliche Konzentration auf zentrale Grundschulstandorte hätte unter anderem massive Folgen für die teilweise ohnehin schon langen Anfahrtswege zum Schulstandort“, sagt Schweickert.

Aus dem Antwortschreiben von Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) geht jedoch hervor, dass „die Landesregierung weiterhin keine Grundschule gegen den Willen der Schulträger schließen“ werde. Im Grundschulbereich habe sich „Baden-Württemberg bewusst für das Konzept mit vielen auch kleinen Schulen in der Fläche entschieden“, so Eisenmann.

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