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Werkrealschul-Kooperation zwischen Maulbronn und Knittlingen verzögert sich.
Werkrealschul-Kooperation verzögert sich
08.10.2010

Werkrealschule Knittlingen/Maulbronn rückt in weite Ferne

MAULBRONN/KNITTLINGEN. Die geplante, gemeinsame Werkrealschule der Städte Knittlingen und Maulbronn verzögert sich um ein weiteres Jahr. Nachdem er auf einen Kompromissvorschlag seit Ende Juli keine Reaktion aus dem Knittlinger Rathaus bekommen hat ("Seit 26. Juli gibt es kein Lebenszeichen"), sieht der Maulbronner Bürgermeister Andreas Felchle keine Chance, die gemeinsame Werkrealschule zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu realisieren.

Die Stadt Maulbronn will außerdem einen Antrag auf eine Weiterführung der bereits bestehenden Werkrealschule an der Schule am Silahopp stellen. Felchle sprach von zwar konstruktiven Gesprächen mit Verwaltung und Fraktionssprechern aus der Nachbarstadt, zeigte sich aber „irritiert" von dem Umstand, dass auf einen Maulbronner Kompromissvorschlag keine Reaktion gekommen sei. Darum sehe er sich zu dem Schritt gezwungen, an die Öffentlichkeit zu treten. „Es ist an der Zeit, Farbe zu bekennen."

In Knittlingen reagierte man gelassen auf den Vorstoß aus der Nachbarstadt. Es hätten fruchtbare Gespräche stattgefunden, jede Kommune habe ihren Vorschlag zur Ausgestaltung der Werkrealschule vorgelegt, das Ende der Verhandlungsgespräche sei noch nicht erreicht: „So eine wichtige Entscheidung kann man nicht unter Zeitdruck fällen", so Bürgermeister Heinz-Peter Hopp.

Bis zum 15. Oktober hätten die Kommunen ihren Antrag auf eine gemeinsame Werkrealschule an den Standorten Maulbronn und Knittlingen einreichen müssen, damit das Angebot zum Schuljahr 2011/12 hätte starten können. „Der 15. Oktober ist eine Möglichkeit und nächstes Jahr gibt es wieder eine", so Hopp.

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