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30.05.2017

Wie verschmutzt ist die Luft in Mühlacker?

Es ist ein Problem, das für die Bürger zunehmend an Bedeutung gewinnt: die Luftverschmutzung. Nicht nur die Anwohner von großen Straßen und Gewerbegebieten sorgen sich deswegen um ihre Gesundheit. Doch wie verschmutzt ist die Luft in den verschiedenen Städten und Gemeinden tatsächlich und wer sind eigentlich die schlimmsten Luftverpester? Darüber gibt das „Emissionskataster 2014“ der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) Aufschluss. Darin können für die Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg ab sofort die im Jahr 2014 freigesetzten Luftschadstoffe online abgerufen werden.

Daraus ergibt sich: Im Enzkreis wurden im Jahr 2014 rund 2782 Tonnen an sogenannten NMVOC-Emissionen – also Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen ohne Methan – ausgestoßen. In Mühlacker waren es 304 Tonnen, in Illingen und Niefern-Öschelbronn je rund 132 und in Maulbronn 111 Tonnen. Besonders hoch liegt die Belastung erwartungsgemäß in Pforzheim. Dort gingen 2014 rund 1390 Tonnen an Schadstoffen in die Luft.

Der größte Anteil (571 Tonnen) daraus kommt in Pforzheim aus den Bereichen Industrie und Gewerbe. In vielen anderen Städten und Gemeinden in der Region sieht das allerdings anders aus. Dort liegen überwiegend sogenannte „Biogene Systeme“ an der Spitze der Verursacher. Dazu zählen Landwirtschaft, Nutztierhaltung, Böden, Vegetation und Gewässer. In Mühlacker machen sie 96 Tonnen der Emissionen aus – Gewerbe und Industrie 90 Tonnen. Deutlich weniger Anteil an der Luftverschmutzung hat dagegen der Verkehr in der Großen Kreisstadt. Er war 2014 für 42 Tonnen an Emissionen verantwortlich. Am wenigsten belastet ist laut der Zahlen der LUBW im östlichen Enzkreis übrigens Ölbronn-Dürrn. Dort lag die Emission im Jahr 2014 bei 48 Tonnen.

Generell ist der Ausstoß der ermittelten Luftschadstoffe für das Jahr 2014 zum Vergleichsjahr 2000 laut der LUBW rückläufig. Ausnahmen sind hierbei die Luftschadstoffe Kohlenmonoxid und Ammoniak sowie die Gruppe der flüchtigen organischen Verbindungen.

Alle Daten finden sich im Internet unter: https://ekat.lubw.baden-wuerttemberg.de/