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Der tödliche Unfall im Bahnhof Mühlacker hat zahlreiche Augenzeugen so schockiert, dass sie Hilfe von den von der Feuerwehr alarmierten Notfallseelsorgern in Anspruch nehmen mussten. Das Bahnhofsareal wurde abgesperrt.
Der tödliche Unfall im Bahnhof Mühlacker hat zahlreiche Augenzeugen so schockiert, dass sie Hilfe von den von der Feuerwehr alarmierten Notfallseelsorgern in Anspruch nehmen mussten. Das Bahnhofsareal wurde abgesperrt. © Deeg
Abgesperrt wurde der Bahnhof Mühlacker nach einem tödlichen Unfall. Eine Person stürzte vor einen einfahrenden Zug und starb am Unfallort.
Abgesperrt wurde der Bahnhof Mühlacker nach einem tödlichen Unfall. Eine Person stürzte vor einen einfahrenden Zug und starb am Unfallort. © Deeg
20.05.2013

Wieder ein tödlicher Unfall am Bahnhof Mühlacker

Mühlacker. Ein tragischer Unfall hat am Pfingstmontag um 12.03 Uhr ein Menschenleben gefordert, den Bahnhof Mühlacker lahmgelegt und rund 20 Augenzeugen schockiert. Ein Mann ist nach ersten Informationen auf Gleis 1 vor einen einfahrenden Zug gestürzt und tödlich verletzt worden.

Die Feuerwehr Mühlacker hat den Zug evakuiert und mehrere Notfallseelsorger alarmiert. Das DRK war mit neun Einsatzkräften und drei Notfallseelsorger vor Ort. Zuletzt sollen sich die Seelsorger um mindestens ein halbes Dutzend Menschen in der Bahnhofshalle gekümmert haben. In etwa einer halben Stunde soll der Zug von der Feuerwehr evakuiert worden sein, wobei es viele Fahrgäste mit großem Gepäck gegeben habe, was auf eine Vielzahl von Urlaubsreisenden schließen lässt.

Der Bahnhof Mühlacker war bis 14.25 Uhr gesperrt, um Schaulustige vom Unfallort fernzuhalten. Die in Mühlacker festsitzenden Fahrgäste sind mit Bussen weitertransportiert worden. Die Bahn hatte einen Schienenersatzverkehr eingerichtet und auf ihrer Internetseite notiert: „Notarzteinsatz am Gleis: Im Bahnhof Mühlacker kommt es derzeit zu Verspätungen und Zugausfällen.“

18 Züge sollen, so die Bundespolizei, insgesamt 225 Minuten Verspätung gehabt haben. Es gab acht Umleitungen von Zügen und zwei Teilausfälle. Nach rund zwei Stunden konnte der Unfallzug den Bahnhof Mühlacker verlasden. Der Bahnverkehr hatte sich gegen 15 Uhr wieder normalisiert.

Mitte Januar kam es am Mühlacker Bahnhof ebenfalls zu einem tödlichen Unfall. Die Polizei ging dabei nicht von einem Unfall oder von Fremdverschulden aus. Ein Mann war von einem Güterzug überrollt und getötet worden. Die Gleise 1 und 2 des Mühlacker Bahnhofs mussten daraufhin mehr als zwei Stunden gesperrt werden, wodurch es teilweise zu Verspätungen und Umleitungen im Schienenverkehr kam.