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Der Wiernsheimer Gemeinderat hat dem Flächennutzungsplanentwurf bei seiner Sitzung im Rathaus (Foto) zugestimmt. Neue Bauflächen soll es vor allem in Serres geben.
Wiernsheim © PZ-Archiv
12.05.2011

Wiernsheim speckt bei Bauflächen kräftig ab

WIERNSHEIM. Den bauflächenmäßig abgespeckten Entwurf des Flächennutzungsplans 2025 hat der Wiernsheimer Gemeinderat bei einer Enthaltung abgesegnet. Die Wiernsheimer Wachstumspläne hatten für Kritik gesorgt. Bürgermeister Karlheinz Oehler nahm in der jüngsten Gemeinderatssitzung Stellung zur Kritik an den Wiernsheimer Zukunftsplänen. „Wir sind keine verantwortungslosen Flächennutzer, sondern handeln verantwortlich für die Zukunft der Wiernsheimer“, so der Schultes.

Kritik hat es vom Regionalverband und von der Stadt Mühlacker gegeben.  Oehler zeigte sich überrascht von der Kritik, da in der Regel immer mehr Flächen angemeldet würden. Grundsätzlich gilt laut Oehler: „Wiernsheim ist begehrt.“ 57 der 110 gemeindeeigenen Bauplätze habe die Gemeinde seit September im Neubaugebiet Schelmenäcker verkauft. Aber: Durch die „ständigen Vorschriften“ der Landesregierung sieht der Bürgermeister den freien Bürgerentscheid torpediert und kritisiert „Pauschalurteile“ zum Bauflächenbedarf. Von den ins Auge gefassten rund 25 Hektar seien im Entwurf nun rund 15 Hektar geblieben. Bei einer Enthaltung stimmte der Gemeinderat dem Entwurf des Flächennutzungsplans (FNP) zu. Neuausweisungen machen 3,93 Hektar aus. Der größte Teil davon ist für die „Erweiterung Viehweide“ eingeplant, anschließend an das Baugebiet Kohlplatte in Serres.

Übermäßigen Flächenverbrauch wollten sich auch die Gemeinderäte nicht vorwerfen lassen. Nachdrücklich wurde aber darauf hingewiesen, dass ein Augenmerk auf das Schließen von Baulücken gelegt werden müsse. Rainer Zundel (SPD) wies darauf hin, dass durch das Neubaugebiet Schelmenäcker eine zufriedenstellende Einwohnerzahl erreicht sei. nad