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29.10.2010

Wiernsheim wächst und wird älter, bleibt aber jünger als der Enzkreis-Durchschnitt

Der durchschnittliche Wiernsheimer ist nach der jüngsten Statistik 41,5 Jahre alt und damit über ein Jahr jünger als der durchschnittliche Enzkreis-Bürger.

Den Bevölkerungszuwachs auf bis zu 6 553 Bürger im Jahr 2008 in Wiernsheim führt Bürgermeister Karlheinz Oehler aufs Neubaugebiet Kohlplatte in Serres und die Ortskernsanierung zurück. 300 bis 400 Neubürger erwartet der Schultes in den nächsten drei Jahren durch das 150 Bauplätze zählende neue Baugebiet Lochmanns Kreuz/Schelmenäcker in Wiernsheim. „Positiv ist, dass die Kinderzahlen in Wiernsheim deutlich höher liegen als in umliegenden Gemeinden“, so Oehler.

Der Verkauf der Bauplätze im neuen Baugebiet läuft nach Angaben der Gemeinde besser als erwartet. Gerade junge Familien schätzten die Möglichkeit, in einem Baugebiet in gut angebundener Lage, mit wenigen baulichen Vorschriften und schnellem Internet mit hohen Bandbreiten ihr Häusle zu errichten.

Grundsätzlich wird natürlich auch die Wiernsheimer Bevölkerung älter. 35,8 Jahre war das durchschnittliche Alter noch im Jahr 1995. Allerdings waren damals auch nur zehn Prozent der Bürger älter als 65 Jahre. Heute sind es knapp 17 Prozent. Genauso kehrte sich die Zahl der Unter-15-Jährigen um. Vor 15 Jahren waren 20,5 Prozent der Wiernsheimer jünger als 15. Heute sind es 15,6 Prozent. Die Zahl der potenziell Erwerbstätigen zwischen 25 und 65 Jahren ist in den vergangenen 15 Jahren ebenfalls gesunken, von 58,6 auf 53,3 Prozent. Stimmen die Berechnungen der Statistiker, dann wäre bereits 2030 die Gruppe der Rentner halb so groß, wie die der arbeitsfähigen Bevölkerung.

Wiernsheim hat eine Grund- und gemeinsam mit den umliegenden Gemeinden eine Werkrealschule Mit dem Bau eines Bildungszentrums wird zusätzlich das Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren ausgeweitet. In jedem der Wiernsheimer Ortsteile gibt es mindestens einen Kindergarten.

Die Schülerzahlen an Grund- und Werkrealschule in Wiernsheim sind – wie überall – rückläufig. Drückten im Schuljahr 1994/95 noch 546 Schüler die Schulbank, waren es 2009/10 noch 417. Die durchschnittliche Klassengröße liegt in Wiernsheim deutlich über dem Landesschnitt. 23,5 Grundschüler sind auf der Platte durchschnittlich in einer Klasse. Im Schnitt 2,3 mehr als auf Landesebene. In der Werkrealschule sind es mit 22,7 sogar durchschnittlich 3,4 mehr Schüler pro Klasse.