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Europäisches Flair ist heute in Wiernsheim zu spüren, wenn Bürgermeister Karlheinz Oehler, Mitglieder des Gemeinderats und andere kommunale Vertreter aus Italien, Griechenland, Schweden, Albanien, Malta, Estland und Polen unter anderem auch über die Flüchtlingspolitik innerhalb der EU diskutieren. Foto: Hepfer
Europäisches Flair ist heute in Wiernsheim zu spüren, wenn Bürgermeister Karlheinz Oehler, Mitglieder des Gemeinderats und andere kommunale Vertreter aus Italien, Griechenland, Schweden, Albanien, Malta, Estland und Polen unter anderem auch über die Flüchtlingspolitik innerhalb der EU diskutieren. Foto: Hepfer
11.06.2018

Wiernsheimer Bürgermeister Karlheinz Oehler: „Es gibt derzeit viele Gefahrenherde“

PZ-Interview mit dem Wiernsheimer Bürgermeister Karlheinz Oehler über das Projekt „A better Europe“, bei dem die Gemeinde Gastgeber ist.

Miteinander reden und sich gegenseitig austauschen ist das Ziel des EU-Projekts „A better Europe“, an dem sich auch die Gemeinde Wiernsheim mit Bürgermeister Karlheinz Oehler an der Spitze beteiligt. Einen Tag lang sind heute kommunale Vertreter aus Italien, Griechenland, Schweden, Albanien, Malta, Estland und Polen zu Gast in der Heckengäu-Gemeinde. Diskutiert wird ab 14.30 Uhr im Wiernsheimer Bildungszentrum unter anderem über die Rolle der sozialen Medien im Hinblick auf europäische Brennpunkt-Themen wie etwa der Flüchtlings- und Integrationsproblematik.

PZ: Herr Oehler, die Gemeinde Wiernsheim ist heute wie schon vor einigen Jahren beim Umweltschutzprojekt „Go-Green“ Gastgeber für Vertreter europäischer Staaten. Wie wichtig sind solche Zusammenkünfte? Karlheinz Oehler: Der Zusammenhalt in Europa ist für mich das derzeit wichtigste politische Anliegen. Und das sollte regelmäßig auch auf kommunaler Ebene gepflegt werden. Seit Ende des Zweiten Weltkriegs steht das europäische Bündnis besonders für Frieden und Freiheit. Und das ist gar nicht hoch genug zu würdigen. Die Gemeinde Wiernsheim hat gerade durch die über 35-jährige Partnerschaft mit dem italienischen Pinasca viel gelernt. Es gibt sogar Bürger – mich eingeschlossen – die dadurch ihr Leben verändert haben. Zum Beispiel weg von zuviel Pingeligkeit oder der schwäbischen Kehrwochenmentalität hin zu mehr Gelassenheit und Freude im Alltag.

Was machen solche Treffen aus?

Es geht darum, miteinander statt nur übereinander zu reden und dabei gut zuzuhören. Das hat auch mit Horizonterweiterung zu tun. Denn gerade in Ländern wie Polen oder Estland sieht man Dinge oft ganz anders als hier. Es gibt unterschiedliche Ängste und Sorgen, auf die eingegangen werden muss. Solche Treffen, bei denen sich Menschen gegenseitig kennenlernen können, machen es leichter, einen persönlichen Draht zueinander zu finden. Das gilt besonders für die europäische Jugend. Dafür sollte es eigentlich viel mehr Angebote geben.

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