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Etwas „enttäuscht“ zeigt sich Wiernsheims Bürgermeister Karlheinz Oehler (rechts) von den Elternprotesten gegen die erhöhten Kindergartengebühren. Das Foto zeigt Oehler bei der Einweihung des Kindergartens in Serres im November 2009.
Oehler mit Kindergartenkindern © PZ-Archiv
12.01.2011

Wiernsheimer Bürgermeister verteidigt Gebührenerhöhung

WIERNSHEIM. In der Diskussion um erhöhte Gebühren an den kommunalen Kindergärten in Wiernsheim meldet sich nun auch Bürgermeister Karlheinz Oehler zu Wort. Dem Rathauschef ist klar, dass die Eltern über die sprunghafte Erhöhung nicht glücklich sind. Oehler betont aber, dass sowohl er als auch der Wiernsheimer Kämmerer „seit Jahr und Tag“ darauf hinweisen, dass das Defizit im Kindergartenbereich zu hoch ist und die Gebühren erhöht werden müssten.

Tatsächlich erhöht hat der Gemeinderat die Gebühren zum 1. Januar durch die Verabschiedung einer Kindergartensatzung am 15. Dezember. Die Gebührenerhöhung, die die Eltern mit teilweise 400 und mehr Prozent empfindlich trifft, verteidigt der Bürgermeister. Er und auch mehrere Gemeinderäte mit denen er gesprochen habe, seien „ein wenig enttäuscht“ über die Haltung der Eltern. Jahrelang habe man die Gebühren auf sehr niedrigem Niveau belassen.

Mit einer Unterschriftenliste und teilweise auch rechtlich begründeten Argumenten gegen die neue Satzung und die damit verbundene Gebührenerhöhung will eine Elterninitiative an Verwaltung und Gemeinderat herantreten. Rund 40 Eltern haben sich in einer Versammlung darauf verständigt, die nächste Gemeinderatssitzung, die für Mittwoch, 2. Februar, geplant ist, als Prüfstein für ihr Anliegen zu nutzen. Beklagt werden von den Eltern nicht nur die satten Gebührenerhöhungen, sondern auch das Zeit- und Informationsmanagment der Verwaltung. nad